Fr, 25. Mai 2018

Deal

03.11.2015 09:19

Pro Stunde dürfen 50 Flüchtlinge über Grenze

50 pro Stunde und Zug: So viele Flüchtlinge dürfen seit Sonntag Abend von Kufstein aus nach Bayern einreisen. Damit soll sich die Lage in der Festungsstadt wieder entspannen, nachdem die deutschen Behörden am Wochenende den Bahnbetrieb wegen des Ansturms komplett einstellten und die Grenzen faktisch schlossen.

Sonntag Abend, gegen 19 Uhr: Die Regionalzüge von Kufstein in Richtung Kiefersfelden/Rosenheim rollen wieder. Die deutschen Behörden zogen Samstag im wahrsten Sinne die Notbremse, nachdem auf dieser Strecke Donnerstag und Freitag zusammengerechnet weit über tausend Flüchtlinge erwischt wurden.

Und es kam, wie es kommen musste. Am Bahnhof Kufstein übernachteten Dutzende Männer, Frauen und Kinder - sie hofften, vielleicht doch noch einen Zug nach Deutschland zu bekommen, zunächst vergeblich. Quartiere, wie etwa die Großzelte ganz in der Nähe oder die regelrecht aus dem Boden gestampfte Notunterkunft in der Erler Festspielgarage waren zum Bersten voll. Für die Polizei und nicht zuletzt für die zahlreichen freiwilligen Helfer eine echte Herausforderung.

Bahnhof Kufstein zentraler Grenzübergang

Bereits Sonntag Abend entspannte sich die Lage - zumindest vorerst. "Wir haben uns mit den deutschen Behörden auf einen Grenzübergang geeinigt. Dieser ist sozusagen der Kufsteiner Bahnhof. Hier soll alles geordnet ablaufen. Derzeit dürfen etwa pro Stunde rund 50 Flüchtlinge mit Regionalzügen nach Deutschland einreisen", erklärt der stellvertretende Landespolizeidirektor Edelbert Kohler im Gespräch mit der "Krone".

Zumindest gibt es jetzt einen Plan. Viel ruhiger wird es in der Festungsstadt aber auch in nächster Zeit nicht werden. Bereits Montag am frühen Abend kamen wieder an die 500 Flüchtlinge mit Sonderzügen und Bussen aus dem Osten und Süden Österreichs an. Ein ständiges Kommen und Gehen!

Garage wird winterfit

In Erl liefen Montag Vormittag indes weitere Gespräche, wie es mit der Unterkunft Festspielgarage weitergeht. Vorrangiges Ziel sei es nun, das Quartier möglichst gut abzudichten und für die kommende kalte Jahreszeit "fit" zu machen.

Das wird auch dringend nötig sein. Kohler rechnet damit, dass weiterhin täglich bis zu tausend Flüchtlinge nach Tirol kommen - manchmal sogar noch mehr!

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