Mi, 13. Dezember 2017

Verirrt

03.11.2015 08:00

Drei Vermisste mit Laserstrahl geortet

Aufwändige Suchaktion mitten in der Nacht auf der bayrischen Seite des Untersbergs: Eine Frau hatte sich beim Abstieg vom Stöhrhaus in den weitläufigen Latschenfeldern verirrt. Und ein Pärchen mit Hund aus Großgmain kam vom bereits verfallenen Nagelsteinsteig, der früher als Schmugglerpfad galt, ab.

Gegen 15.30 Uhr ging am Sonntag der erste Notruf bei der Bergwacht ein. Eine deutsche Wanderin hatte vom Stöhrhaus aus ins Tal absteigen wollen. Auf dem Weg vom Hochplateau in Richtung Hirschangerkopf, auf 1700 Metern, geriet sie aber in die weitläufigen Latschenfelder. Die Frau wusste nicht mehr in welche Richtung sie weiter gehen muss. Sie rief per Handy Hilfe. Die Bergwacht forderte noch einen Polizeihubschrauber an. Der Pilot konnte die Vermisste gegen 17 Uhr, als es schon dunkel wurde, orten. Ein Rettungshubschrauber-Team ließ über eine Winde ein Seil hinunter. Die unverletzt gebliebene Deutsche wurde zum Sportplatz in Bayerisch Gmain geflogen. Von dort brachte sie die Bergwacht nach Hause nach Bad Reichenhall.

Großgmainer und Vierbeiner unverletzt
Damit war der Einsatz am Untersberg noch nicht vorbei. Ein Paar aus Großgmain hatte sich samt Hund, zwischen Hallthurm und Hirschangerkopf, verstiegen. Die beiden wollten über den Nagelsteinsteig, der bereits verfallen ist, in Richtung Fadererschneid und Vierkaser. Nach der Querung der Hirschangerrinne kamen sie aber vom Weg ab. Erneut musste der Polizeihubschrauber in die Luft. Mit der Wärmebildkamera an Bord konnte das Paar rasch geortet werden.

Da wegen starkem Wind keine Rettung per Hubschrauber mehr möglich war, musste die Bergwacht von der Nagelstein-Hütte aus zu Fuß aufbrechen. Mit einem Laserstrahl - die Methode wurde von Bergwachtmann Manfred Hasenknopf erfundenen - wurde das Paar markiert. Der Strahl wies den Rettern den Weg. Gegen 2 Uhr waren das Paar und der Hund in Sicherheit.

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