Sa, 18. November 2017

Mitleid nach Sieg

01.11.2015 14:06

Liverpool-Held Klopp: „Ich fühle mit Mourinho“

Jürgen Klopp hat am Samstag seinen ersten Sieg in der englischen Premier League gefeiert - und Chelsa-Trainer Jose Mourinho die ohnehin schlechte Laune damit weiter verdorben. "Ich fühle mit ihm. Er ist ein großartiger Trainer, einer der Besten der Welt", sagte Klopp nach dem 3:1-Sieg von Liverpool beim Titelverteidiger, der gerade im letzten Tabellenviertel vor sich hin dümpelt.

Der 48-Jährige kann sich sehr gut in die Situation von Mourinho hineinversetzen. "Ich hatte eine ähnliche Situation im vergangenen Jahr in Dortmund", erklärte Klopp. "Das Gute in der Phase war, dass niemand im Klub an mir gezweifelt hatte. Niemand. Ich habe da keinen Druck verspürt, und nur so konnten wir die Situation wenden."

Gnadenfrist für Mourinho
Laut englischen Medien bekommt der Startrainer noch eine Gnadenfrist. Chelsea-Eigentümer Roman Abramowitsch will angeblich noch die Begegnungen am Mittwoch in der Champions League gegen Kiew und am Wochenende in Stoke abwarten. Auch weil die Chelsea-Fans während des Spiels durchgehend ihren Trainer feierten. Mourinho geht ebenfalls davon aus, weiter Trainer der Blues zu bleiben. Auf die Frage, ob es sein womöglich letztes Spiel an der Stamford Bridge sei, antworte er kurz und knapp: "Nein, ich denke nicht."

Klopp "begeistert"
Durch die heikle Situation bei Chelsea geriet der erste Liga-Dreier nach zuvor zwei Unentschieden ziemlich in den Hintergrund. Dabei genoss Klopp den Sieg sichtlich. Er herzte nach dem Abpfiff jeden Spieler und Betreuer. "Ich war begeistert über die Art und Weise, wie wir die Partie gedreht haben", sagte der frühere Trainer von Borussia Dortmund.

"Are you crazy?"
Etwas aus der Fassung kam der Coach, als ein Journalist seinen Klub als neuen Titelanwärter bezeichnete. "Please. Are you crazy?", fragte Klopp. "Ich hoffe, ich habe die Frage nicht richtig verstanden." Immerhin hat sein Verein mit nun 17 Punkten wieder Anschluss an die internationalen Plätze.

Mourinho dagegen zog nach dem Abpfiff wieder eine für ihn typische Show ab. Im Fernsehen antwortete der 52-Jährige neun Mal mit dem Satz "Ich habe nichts zu sagen". Auf der Pressekonferenz bellte er dann die Fragesteller reihenweise an. "Ich werde demnächst tolle Brillen mitbringen, damit ihr das Spiel auf eine bessere Art und Weise seht. Oder ich gebe euch fünf Prozent an Persönlichkeit, damit ihr sagt, was ihr seht", schimpfte der Chelsea-Trainer.

Arsenal bereit für Bayern
Während der Titelverteidiger taumelt, ist Arsenal vor dem Champions-League-Duell beim FC Bayern München am kommenden Mittwoch weiter auf dem Höhenflug. "Booom. 3:0 gewonnen", schrieb Weltmeister Mesut Özil bei Twitter nach dem Erfolg bei Swansea City. Nach dem fünften Sieg in Serie sind Gunners mit 25 Zählern weiter punktgleich mit Spitzenreiter Manchester City. Die Citizens siegten dank eines späten Elfmeter-Treffers von Yaya Toure (89.) knapp mit 2:1 gegen Norwich City.

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