So, 19. November 2017

Überführt!

29.10.2015 11:20

Tankstellenräuber am Flughafen München geschnappt

Nach einer Überfallserie in Salzburg klickten jetzt bei einem 20-Jährigen aus Bayern die Handschellen. Nach dem Tankstellenraub bei der OMV in der Innsbrucker Bundesstraße am 11. September 2015 konnten ihn Beamte einen Monat später am Flughafen München festnehmen. Er kommt für einen weiteren Überfall in Frage.

Der Überfall sorgte im September für großes Aufsehen: Mit einer Sturmhaube maskiert und mit einer Pistole in der Hand drängte der Deutsche am 11. September um 1.20 Uhr den Tankstellen-Angestellten (34) in der Innsbrucker Bundesstraße ins Geschäft zurück. Zuvor hatte er ihm draußen aufgelauert. "Überfall, Geld, Geld!" brüllte er und forderte sein Opfer auf, die Kassa zu öffnen. Der verschreckte Tankwart der OMV rückte das Bargeld heraus. Mit der in einem großen weißen Plastiksack verstauten Beute flüchtete der 20-Jährige zu Fuß. Der Tankwart blieb bei dem Überfall zum Glück unverletzt. Er behielt die Fassung, versperrte sofort die elektronische Eingangstür und wählte den Notruf der Polizei. Vorerst verlief die stadtweite Fahndung ohne Erfolg.Wie sich nun herausstellte, hat der Täter bereits einen Tag zuvor einen bewaffneten Raubüberfall in Bayern begangen. Von den österreichischen und deutschen Justizbehörden wurde daraufhin ein internationaler Haftbefehl erlassen. Am 11. Oktober dann der Erfolg: Um 21.20 Uhr nahmen Polizisten den Bayern am Flughafen in München fest.

Dank EU-Fahndung geglückte Festnahme
"Gegen den Täter lag eine Ausschreibung der Staatsanwaltschaft München 2 wegen räuberischer Erpressung vor. Aus Pritina, der Hauptstadt des Kosovo, angekommen, wurde er direkt geschnappt", schildert Albert Poerschke von der Bundespolizei am Flughafen München der "Krone". Daraufhin wurde der junge Bayer dem Haftrichter vorgeführt. Derzeit befindet sich der 20-Jährige in der Justizanstalt München-Stadelheim. Eine Auslieferung ist bislang noch unklar.

Problemlose Festnahme
Laut Poerschke laufen die Festnahmen am Flughafen in 99 Prozent der Fälle widerstandslos und unkompliziert ab. "Die Meisten sagen bei der Überführung: ,Das kann gar nicht sein. Sie suchen jemand anderen’ oder ,Ich weiß nichts davon.’ Die Wenigsten geben ihre Tat sofort zu. Die Festnahme des 20-jährigen Räubers ging meines Wissens nach aber problemlos über die Bühne." Die Tat reiht sich in eine Serie von schweren Raubüberfällen ein, allein im Jahr 2014 gab es 25 davon im Bundesland Salzburg, einige sind noch ungeklärt. Für 2015 liegt noch keine Kriminalstatistik vor, die Überfallzahl ist aber zurückgegangen.

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