Mi, 22. November 2017

Grenze kurz zu

27.10.2015 19:09

Garage gereinigt, Quartier nach Liefering

Unbeirrt der bayerischen CSU-Drohungen über "Notwehrmaßnahmen" wickeln Stadt, Land und Einsatzkräfte den täglichen Flüchtlingsstrom in Salzburg und an der Grenze ab. Für die nicht winterfeste Bahnhofstiefgarage werden die Ex-Asfinag-Hallen umgebaut. Die Hilfsbereitschaft ist groß.

"So ein Flüchtlingsmarsch wie am vergangenen Samstag darf sich nicht wiederholen" - da waren sich der Landeshauptmann, die Polizei und der Salzburger Bürgermeister einig. Man wolle Bayern auf keinen Fall mit unkoordinierten Anstürmen mehr provozieren, sondern noch besser mit den deutschen Behörden zusammen arbeiten.

-) Salzburg wäre wie berichtet von einer Grenzschließung am heftigsten betroffen, wenn die Flüchtlinge nicht mehr weiter über die Grenze kommen.

-) Um die bald nicht mehr zur Verfügung stehende Bahnhofstiefgarage zu entlasten, wird das "Transitlager" an der A1 beim Knoten Mitte ausgebaut und die Hallen hergerichtet.

-) Weiter gibt es einen großen Andrang aus dem Süden, doch der läuft in geordneten Bahnen: Dienstagmittag befanden sich 733 Flüchtlinge in der Stadt Salzburg, davon 450 in der Ex-Autobahnmeisterei Liefering sowie 283 im aufgebauten Wartebereich an der Grenze zu Freilassing.

-) Die Tiefgarage wurde am Dienstag desinfiziert und generalgereinigt, 220 ankommende "Transitflüchtlinge" wurden deshalb direkt in die Autobahnmeisterei an die A1 gebracht.

-) An der Grenze wurden seit Mitternacht 476 Flüchtlinge nach Deutschland übernommen. Ab Dienstagmittag stoppten die deutschen Behörden die Abfertigung, weil die Freilassinger Quartiere keine Kapazitäten mehr hatten. Am Nachmittag entspannte sich die Lage dann wieder zusehends.

-) Die Hilfsbereitschaft ist indessen ungebrochen: Der Magistrat rief seine 3000 Mitarbeiter auf, Wintersachen und Schlafsäcke für die Flüchtlinge, aber auch für Obdachlose und Bedürftige zu sammeln und abzugeben. Jede Dienststelle wird in den nächsten beiden Wochen zweimal per Lkw angefahren und die gespendeten Sachen danach zur Caritas-Sammelstelle gebracht.

-) Hervorragend funktioniert auch die Kinderbetreuung in den Notquartieren, die von freiwilligen Helfern und Vereinen organisiert wird.

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