Fr, 17. November 2017

Spielfeld

26.10.2015 19:24

5000 Menschen versorgt ++ Demo der „Identitären“

Etwa 5000 Flüchtlinge haben am Montag vorübergehend in der Sammelstelle in Spielfeld versorgt werden müssen. Mehr als 3000 Menschen waren bis zum Nachmittag aus Sentilj über die Grenze in die Steiermark gekommen. In Bad Radkersburg kamen mehr als 1100 Migranten an. Tausende wurden mit Bussen in Notquartiere gefahren. Das war laut Polizei trotz der vielen Menschen geordnet abgelaufen.

Bis zum späten Nachmittag hatte sich die Zahl der wartenden Flüchtlinge in Spielfeld auf etwa 3200 verringert. Gegen 14 Uhr fuhr ein Sonderzug mit mehr als 500 Personen in Graz los. Seitens der Polizei aus Maribor hieß es, dass weitere Tausende Flüchtlinge auf den Einlass nach Österreich warteten. Die meisten kamen im Laufe des Vormittags mit Bussen und Zügen aus den Aufnahmezentren an der Grenze mit Kroatien nach Sentilj. In Gornja Radgona waren am Nachmittag noch etwa 370 Menschen, die über die Grenze nach Bad Radkersburg wollten.

In der Nacht auf den Nationalfeiertag wurden 13.200 Flüchtlinge in Österreich in Notunterkünften betreut. Etwa 4300 haben in den vergangenen Wochen einen Asylantrag gestellt, gab der Bundesrettungskommandant des Roten Kreuzes, Gerry Foitik, am Montag bekannt.

Aufmarsch der "Identitären"
Gegen 15.30 Uhr kam es in Spielfeld zu einem Aufmarsch von Anhängern der "Identitären" sowie "normalen" Bürgern, sagte Polizeisprecher Leo Josefus. Etwa 100 Teilnehmer wurden gezählt. Sie schwenkten österreichische und steirische Fahnen. Eine Demonstration bei der Sammelstelle war nicht genehmigt, da der Antrag zurückgezogen worden war. Die Bewegung dürfte die Protestaktion jedoch wie schon am Samstag - da hatten etwa 20 Personen teilgenommen - als "Flashmob" deklarieren. Die Bezirkshauptmannschaft Leibnitz will den Marsch aber jedenfalls prüfen.

Obwohl noch am Sonntag mehr als 1000 zusätzliche Plätze für die Hilfesuchende geschaffen werden konnten, haben vor allem in Oberösterreich nicht alle einen Platz in einer betreuten Notunterkunft gefunden. An der Grenze zu Deutschland kam es zu einem beträchtlichen Rückstau mit langen Wartezeiten im Freien, der sich nur langsam auflöste, sagte Foitik.

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