Di, 21. November 2017

„Krone“-Interview

24.10.2015 16:13

Fronten in Prügel-Affäre um Swete verhärtet

Eine Geschichte, zwei Versionen: Eine Woche nach dem verhängnisvollen - und medienwirksamen - Beziehungsstreit zwischen Fußball-Profi René Swete und "seiner" Denise zeigen sich die Streitparteien - unter prominenter juristischer Unterstützung - gegenseitig die Rote Karte. Sowohl der Grödig-Goalie als auch dessen Ex sehen sich in der Opferrolle. Die "Krone"-Redakteure Oliver Papacek und Sandra Ramsauer haben sie getrennt voneinander befragt...

Er, der aufstrebende Profi-Fußballer - sie, die liebende Partnerin an seiner Seite. Beide erzählen von einer Beziehung mit "Höhen und Tiefen". Vor vier Jahren waren sie schon ein Paar, für neun Monate. Im März 2015 fand man erneut zusammen.

Das Ende ist hinlänglich bekannt, die Hintergründe bleiben dennoch unklar: Zwei Top-Anwälte, Werner Tomanek und Alfred Boran, sollen das brutale Beziehungsmatch jetzt auf juristischer Ebene ausfechten. Die Fragen aller Fragen: Wer hat wen, wann und warum attackiert? Denise A. erzählt von immer wiederkehrenden Aggressionsausbrüchen ihres Partners, der ihr versprochen habe, Therapien zu machen. René Swete spricht von belanglosen Debatten, die in Wutausbrüchen seiner "Lieben" endeten.

René Swete, 1,86 Meter groß und im besten Fußballer-Alter. Von seinem Verein wurde der 25-Jährige beurlaubt, der gebürtige Wiener hält sich momentan mit Lauftraining fit. "Ich hoffe aber, dass die Angelegenheit bald vom Tisch ist." Im "Krone"-Interview wirkt Swete unaufgeregt und sieht sich im Recht. Denn der Tormann von Bundesligist SV Grödig bleibt dabei: "Ich habe mich nur verteidigt, sie hat zuerst zugeschlagen." Und das nicht zum ersten Mal, so der Profisportler, "ich bin deswegen nie zur Polizei gelaufen."

Auch in jener verhängnisvollen Nacht trug er ein Veilchen unter dem linken Auge davon. Dass er wegen der verlorenen Partie gegen Austria Wien (Swete sah beim ersten Gegentor nicht gut aus, Anm.) schlecht gelaunt war, bestreitet er. "Eigentlich war sie schon den ganzen Abend eingeschnappt."

Dazu sein Anwalt, Werner Tomanek: "Mein Mandant bedauert den Vorfall. Für die Abwehrreaktion wird er sich allerdings nicht entschuldigen. Er ist sich keiner Schuld bewusst."

Denise A. nippt an ihrem grünen Smoothie, das Make-up ist perfekt, die Haare sind makellos. Die 1,68-Meter-Frau spricht ruhig, klar, deutlich. "Ich habe nichts getan, um ein solches Verhalten hervorzurufen. Er muss seine gerechte Strafe bekommen." Er, der Bundesliga-Spieler, mit dem sie angeblich über Hochzeit und Kinder gesprochen hat, soll die junge Mutter bespuckt, gedemütigt, über den Boden geschliffen und gewürgt haben - fast bis zur Bewusstlosigkeit.

"Ich hab es in seinen Augen gesehen. Er wollte mir die Kehle herausreißen." Zornig soll der Profi-Tormann gewesen sein, nachdem er einen Ball nicht halten konnte, der Frust wurde mit Hochprozentigem bekämpft, sagt Denise A. Wie so oft. Enttäuscht, ja das ist die 26-Jährige, von sich selber: "Es war absehbar, dass es so weit kommen wird. Es war nicht der erste Angriff."

Das sagt ihr Anwalt, Alfred Boran: "Wenn der sportliche Mann nur 15 Sekunden länger die Kehle zugedrückt hätte, wäre sie tot gewesen!"

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