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23.10.2015 18:52

Red Bull mit Honda-Motoren in Verbindung gebracht

Auf der immer knapper werdenden Suche nach neuen Motoren wird das Red-Bull-Team nun auch mit Honda in Verbindung gebracht. Laut "auto motor und sport" könnten die Österreicher 2016 als Übergangsjahr mit den Antrieben des derzeit exklusiv bei McLaren engagierten, japanischen Herstellers fahren. Für die Jahre danach, so wird spekuliert, habe Red Bull bereits andere Lösungen im Köcher.

Nach den Absagen von Mercedes und Ferrari an Red Bull ist seit kurzem auch der ohnehin eher unwahrscheinliche Verbleib beim aktuellen Motorenpartner Renault wohl endgültig vom Tisch, nachdem Pilot Daniel Ricciardo auch die jüngste Ausbaustufe des V6-Renault-Turbos kritisiert hatte. Red Bull hatte nach vielen erfolgreichen Jahren und vier Weltmeistertiteln in Folge wegen permanenter Unzufriedenheit den Vertrag mit den Franzosen spätestens im September vorzeitig gekündigt.

Vermutet wird, dass Bernie Ecclestone im Hintergrund die Fäden gezogen habe und Honda bzw. McLaren die Versorgung von Red Bull mit den Antrieben schmackhaft gemacht haben soll. Damit würden die in die Königsklasse zurückgekehrten Japaner im zweiten Jahr ein zweites Team ausrüsten. 2016 würden 22 Autos am Start sein, hatte Ecclestone kürzlich versichert, obwohl Red Bull seine Ausstiegsdrohung für den Fall, dass 2016 keine konkurrenzfähige Motoren zur Verfügung stehen, bisher nicht zurückgenommen hat.

"25-Prozent-Chance"
Red-Bull-Teamchef Christian Horner bezeichnete in Austin die Situation mit Honda als "25-Prozent-Chance". Damit ließ der Brite mehr oder weniger wissen, dass man mit allen vier Motorenherstellern, also auch noch Mercedes, Ferrari und Renault, im Gespräch sei. "Es gibt eine Menge Spekulationen. Fakt ist, dass unser Motorenausrüster derzeit unbestätigt ist", sagte Horner in einem Sky-Interview.

Auffallend war, dass Horner keine Ausstiegsdrohungen in den Mund nahm. "Es wird eine wettbewerbsfähige Lösung geben", sagte er vielmehr. Selbst mit Renault sei alles offen. "In der Formel 1 sagt man niemals nie. Die Dinge verändern sich sehr schnell, und wir werden unseren Weg finden. Niemand bei uns wird von Panik erfasst, es wird eine logische Lösung geben", betonte Horner.

Toro Rosso mit Ferrari-Motoren
Für Honda wäre es ein Vorteil, ein zweites und vor allem ressourcenstarkes Team als Referenz für die Entwicklung des bisher eher schwachen und fehleranfälligen Triebwerkes zu haben. Das Red-Bull-Schwesternteam Toro Rosso soll 2016 hingegen mit 2015er-Ferrari-Antrieben fahren.

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