Mi, 13. Dezember 2017

Prozess gegen Mutter

22.10.2015 21:20

Kinderwagen stand auf Gleisen

Ein Druckmittel oder doch ernst gemeint? Am Donnerstag stand eine Mutter (24) aus Tunesien in Salzburg wegen Mordversuchs vor Gericht. Sie soll versucht haben, ihr damals fünf Monate altes Baby und sich selbst auf einem Bahnübergang zu töten. "Ich hatte nie die Absicht das wirklich zu tun", sagte sie beim Prozess.

Auslöser war ein Streit mit ihrem Ehemann - just am ersten Tag des Fasten-Monats Ramadan dürfte es ums Essen gegangen sein. Jedenfalls verließ der Gatte Anfang Juni die gemeinsame Wohnung in Salzburg und kündigte an, nicht wieder zurück zu kommen.

Passanten konnten Unglück verhindern
Da nahm die Frau das Baby und den Kinderwagen und ging zu einem nahen Bahnübergang. "Ein Überwachungsvideo zeigt, wie sie den Wagen zwischen den Gleisen eingerichtet hat und sie sich dazu setzte", spricht Staatsanwalt Leon Atris Karisch von versuchtem Mord. Passanten konnten ein Unglück verhindern. Dabei zeigt das Video auch, wie eine Frau versuchte, den Kinderwagen von den Schienen zu holen.

"Sie wollte einfach nur ihren Mann zurück", plädierte Verteidigerin Fatma Özdemir-Bagatar aber auf Freispruch. Ein Urteil wird heute, Freitag, erwartet.

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