So, 22. Oktober 2017

1:1 zur Pause

22.10.2015 21:51

Rapid – Viktoria Pilsen: Das war Halbzeit eins

Guter Beginn, kalte Dusche, verdienter Ausgleich, Glück in der Schlussphase - bei Rapid gegen Viktoria Pilsen steht's zur Halbzeit 1:1. Der erste Durchgang im Zeitraffer. Im Video oben sehen Sie, wie sensationell die Stimmung schon beim Aufwärmen der Rapidler war.

Rapid-Trainer Zoran Barisic entpuppt sich einmal mehr als Freund der Rotation. Verglichen mit der jüngsten 1:2-Pleite beim WAC am Sontag in der Bundesliga verändert er seine Truppe an vier Stellen: Sonnleitner, Auer, Jelic, Alar raus - Steffen und Max Hofmann, Prosenik, Pavelic rein. Der angeschlagene Schobesberger ist gar nicht im Kader.

Aggressive Pilsener
Der erste Aufreger in Minute 7: Pilsen-Innenverteidiger Lukas Hejda bespringt Rapid-Stürmer Philipp Prosenik von hinten höchst ungestüm, kommt aber ohne Verwarnung davon - dürfte sich über eine solche aber auch nicht beklagen. Gute zwei Minuten später hat Patrik Hrosovsky Glück, als er - kaum feinfühliger - Louis Schaub niederreißt.

Stangl-Schuss folgt kalte Dusche
Rapid zu Beginn klar besser, spielerisch dominant, selbstbewusst. Links-Verteidiger Stefan Stangl prüft in der 11. Minute erstmals Pilsen-Goalie Matus Kozacik mit einem gefährlichen Aufsitzer. Praktisch im Gegenzug aber die kalte Dusche: Stangl wird zu Fall gebracht, das Spiel läuft weiter, Pilsen kommt über links, Michal Duris sprintet in den Strafraum und verwertet einen Stanglpass zur 1:0-Führung für die Gäste; Maximilian Hofmann war am Gegenspieler dran, kommt aber zu spät. Bitter!

Rapid gibt weiterhin den Ton an und findet in der 18. Minute die Ausgleichschance vor: Florian Kainz bedient mit einem piekfeinen Lochpass den äußerst lauf- und spielfreudigen Stangl - seinen Schuss kann Keeper Kozacik aber erneut parieren. Bei Rapid laufen die  meisten Offensiv-Aktionen über die anfällige linke Pilsener Abwehrseite. In Minute 26 spielt Stangl den noch weitgehend farblosen Zentrumsgeiger Louis Schaub frei, der verzieht vom 16er aber deutlich.

Elfer-verdächtige Aktion
Dann Riesenaufregung im winterlich kalten Happel-Stadion: Pilsens David Limbersky verarbeitet, so scheint's, eine Stangl-Flanke ungewollt mit dem Oberarm - sehr verdächtig! Die Rapid-Fans fordern Elfmeter, Schiri Craig Pawson bleibt aber unbeeindruckt. Gleich darauf tanzt Kainz auf der Toroutlinie einen Pilsen-Verteidiger aus, spielt zu Petsos, der ungefähr auf Elfer-Höhe aber nicht einnetzen kann.

Hofmann schlägt wieder zu
Dann die 34. Minute und der überfällige Ausgleich. Per Eckball, den der diesmal höchst patscherte Pilsen-Torhüter Kozacik verschuldet, spielt Schaub kurz auf Kainz ab, der weiter auf Hofmann und der Altmeister zieht ab - sein Schuss wird abgefälscht und landet im Tor - 1:1. Schon wieder Hofmann - drittes Europa-League-Spiel, drittes Tor für den "Fußballgott".

Novota rettet
Keine zwei Minute später beinahe die erneute Führung für die Gäste. Einen schnellen Gegenstoß schließt Limbersky vom Elfmeterpunkt aus ab - Novota ist gottlob hellwach und wehrt mit dem Fuß ab. Pilsen zeigt sich jetzt so aufgedreht wie die kompletten 40 Minuten davor nicht, kommt über links noch einmal durch, bleibt vor dem Tor aber harmlos. Die anschließende Hereingabe per Ecke übernimmt Hejda per Kopf, bringt den Ball aufs Tor - Novota taucht aber ab und hält sicher. Mit 1:1 geht's in die Pause. Rapid insgesamt sicher besser, aber vor allem gegen Ende in der Defensive anfällig.

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