Mo, 18. Dezember 2017

Test in Wien

23.10.2015 06:18

Staatsbürgerschaft "dank" Computer-Panne erhalten

18 Fragen zu Österreichs Politik und Geschichte müssen Zuwanderer beantworten, wenn sie um die Staatsbürgerschaft ansuchen. 98 Bewerber schafften den Test in Wien nun auch ohne Grundwissen: Aufgrund eines EDV-Fehlers kamen sie bei der Prüfung durch - 17 wurden bereits eingebürgert, 81 müssen den Test wiederholen.

"Wir waren am Boden zerstört, als wir bemerkt haben, dass da was nicht stimmen kann", ist Michaela Bankel ziemlich sauer auf eine bestimmte EDV-Firma. Die stellvertretende Leiterin der MA 35 der Stadt Wien arbeitete jetzt wochenlang an der Korrektur eines peinlichen Fehlers im computerisierten Staatsbürgerschaftstest für Zuwanderer: 3200 Prüfungen mussten gesichtet werden, 57.600 Antworten zu Fragen über die Geschichte, Politik und Bundesverfassung der Republik mussten erneut bewertet werden.

Fazit: Trotz ihres sehr mangelhaften Wissens über ihre neue Heimat sind 98 ausländische Bewerber aufgrund des groben EDV-Fehlers in der Punktevergabe durchgekommen. "17 dieser Prüflinge haben bereits die Staatsbürgerschaft erhalten. Eine Aberkennung ist nicht möglich", sagte Bankel.

81 Prüflinge, die ebenfalls durchgerasselt sind, wurden vom Magistrat verständigt und müssen nochmals antreten. Interessante Regelung dabei: Jeder Zuwanderer darf den Test so oft machen, bis er ihn irgendwann besteht. Wer sich selbst testen will: hier eine Übungsversion.

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