Sa, 25. November 2017

Toter und Verletzter

22.10.2015 10:49

Messerstecherei am Praterstern: Duo stellt sich

Jenem Duo, das im dringenden Verdacht stand, am 10. September im Zuge einer Rauferei am Wiener Praterstern einen 37-jährigen Mann getötet und einen 35-Jährigen schwerst verletzt zu haben, ist der Fahndungsdruck offenbar zu groß geworden. Die beiden Männer stellten sich am Mittwoch bei der Polizei. Der 39 Jahre alte Hauptverdächtige gestand die Messerattacke, erklärte jedoch, in Notwehr gehandelt zu haben. Sein mutmaßlicher Komplize wurde auf freien Fuß gesetzt.

Die beiden späteren Opfer aus Algerien hatten einen Streit zwischen einer 29-jährigen Frau und den zwei verdächtigen Serben am Praterstern beobachtet und schritten ein. Zwischen den vier Männern kam es zu einer wilden Schlägerei, in deren Folge der 39-jährige Verdächtige ein Messer hervorholte und seine Kontrahenten angriff. Der 37-Jährige erlitt so schwere Verletzungen, dass er im Krankenhaus starb, sein 35 Jahre alter Begleiter überlebte die Attacke dank einer mehrstündigen Notoperation. Das Duo trat nach dem blutigen Übergriff die Flucht an.

Duo tauchte bei Polizei auf und stellte sich
Die Polizei konnte im Laufe der Ermittlungen die Gesuchten ausforschen. Als Beamte jedoch an der letzten bekannten Wohnadresse des Duos Nachschau hielten, mussten sie feststellen, dass sich die Männer bereits nach Serbien abgesetzt hatten. Mit Fahndungsbildern aus den Überwachungskameras der Wiener Linien wurde daraufhin intensiv nach den beiden Männern gesucht. Am Mittwoch zeigte das schließlich Wirkung: Die beiden Gesuchten dürften sich der Ausweglosigkeit ihrer Lage bewusst geworden sein und stellten sich gegen Mittag beim Landeskriminalamt Wien.

Bei der Einvernahme gestand der 39-Jährige die Messerattacke auf die beiden Opfer zwar ein, betonte allerdings, dass dies lediglich der Verteidigung gedient habe. Über den Verdächtigen wurde die U-Haft verhängt. Sein mutmaßlicher Komplize wurde auf freien Fuß gesetzt - "die Verdachtsmomente gegen den Mann konnten ausgeräumt werden", hieß es seitens der Polizei.

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