Mo, 18. Dezember 2017

Studienergebnis

22.10.2015 10:16

Haltungsbedingungen lassen sich am Tier ablesen

Haltungsbedingungen in Tierheimen lassen sich direkt an den Tieren ablesen. Das zeigt eine im "Journal of Veterinary Behavior" veröffentlichte Studie der Veterinärmedizinischen Universität Wien, in der ein Jahr lang der körperliche Zustand von rund 720 Katzen aus 30 Tierheimen untersucht wurde.

Katzen mit struppigem Fell fanden die Wissenschafter vor allem in Tierheimen, die größere Gruppen hielten, im Schnitt weniger Katzentoiletten zur Verfügung stellten und in denen der Geruch als unangenehm eingestuft wurde. Auch dort, wo Katzen im Schnitt eineinhalb bis zwei Jahre im Tierheim lebten, hatten mehr Tiere struppiges Fell.

Wenige Rückzugsmöglichkeiten, viel Stress
Besonders magere Katzen fanden sich in Tierheimen, wo es nur eine relativ geringe Zahl an Liegeplätzen, etwa Decken oder Körbe, und wenig Versteckmöglichkeiten für die Tiere gab. "Katzen, die zu wenige Rückzugsmöglichkeiten haben, sind gestresst. Das führt dann zu körperlichen Reaktionen wie etwa reduziertem Appetit und Putzverhalten", erklärte Christine Arhant vom Institut für Tierhaltung und Tierschutz der Vetmeduni.

Effekte auch bei Hunden messbar
Arhant hat im Vorjahr eine ähnliche Studie veröffentlicht, in der sie die Haltungsbedingungen für Hunde im Tierheim untersucht hat. Dabei war vor allem der Effekt messbar, ob Hunde viel Kontakt zu Menschen haben und die Betreuer dabei eine positive Einstellung gegenüber den Hunden mitbringen.

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