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Wie Sie in der Therme nicht krank werden

Reisen & Urlaub
10.11.2015 09:59
Ein Thermenbesuch ist gerade in der kalten Jahreszeit eine wahre Wohltat für Körper, Geist und Seele - zumindest solange man sich dabei keine Erkrankung zuzieht. Denn sowohl Erkältungen als auch Infektionen kommen nach einem Thermenbesuch leider immer wieder vor. Wie Sie sich davor schützen, erfahren Sie hier.

Chlor im Wasser ist leider noch kein Garant dafür, dass das Nass wirklich keimfrei ist. Bei vielen Badenden ist auch optisch einwandfreies Wasser leider immer wieder kontaminiert: Körperhärchen, Schweiß, Speichel, Blut oder Ausscheidungen hinterlassen ihre fürs menschliche Auge meist nicht sichtbaren Spuren. Und diese können über Schleimhäute, Harnröhre, Ohren etc. in den Körper gelangen. Werden die Hygienestandards in den Thermen eingehalten, ist das für gesunde Menschen im Normalfall kein Problem und man sollte sich den Thermenbesuch auch nicht von der Angst vor möglichen Infektionen verderben lassen. Einige vorbeugende Maßnahmen helfen zusätzlich dabei, die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung zu verringern und sich unbeschwert entspannen zu können.

Erkältungen
Wenn Ihr Immunsystem bereits angeschlagen ist, sollten Sie einen Thermenbesuch jedenfalls vermeiden. Denn die Wärme des Thermalwassers stellt eine zusätzliche Belastung für Ihren bereits geschwächten Organismus dar. Dadurch kann sich der bestehende Infekt verschlechtern oder Sie fangen sich durch allenfalls im Wasser vorhandene Keime einen zusätzlichen Infekt ein. Klassiker sind dann die berühmte Mittelohrentzündung, Nebenhöhlenentzündung oder sogar eine Lungenentzündung.

Wenn Sie gesund in die Therme fahren, genießen Sie Ihren Aufenthalt! Achten Sie nur darauf, sich nicht dauerhaft mit nassen Haaren der Zugluft auszusetzen oder auszukühlen. Denn dann erhöhen Sie die Wahrscheinlichkeit, krank zu werden. Packen Sie sich in Ruhepausen am besten immer gut in einen Bademantel ein und halten Sie Ihren Kopf warm.

Pilzinfektionen
Sie zählen zu den unangenehmsten Souvenirs, die man sich bei einem Thermenbesuch zuziehen kann: Pilzinfektionen. Sie beginnen meist mit Rötungen und Juckreiz und müssen unverzüglich behandelt werden, da sie nicht von alleine wieder abheilen. Fußpilz ist ein Beispiel für eine Pilzerkrankung, die in Schwimmbädern immer wieder lauert und nicht verharmlost werden sollte: Im schlimmsten Fall begünstigt Fußpilz das Eindringen von Bakterien und kann zu Blutvergiftung führen. Die Pilzsporen können sich in aufgeweichter Haut besonders gut ansiedeln, ebenso wie auf bereits verletztem oder geschwächtem Gewebe. Es ist daher wichtig, immer mit Badesandalen unterwegs zu sein und die angebotenen Desinfektionsmöglichkeiten stets zu nutzen. Auch im Hotelzimmer sollte man nicht barfuß unterwegs sein, da sich auf den Teppichen ebenfalls die Pilzsporen finden.

Frauen klagen nach Thermenbesuchen immer wieder über Pilzinfektionen im Intimbereich. Diese kommen meist dann vor, wenn die Scheidenflora durch Stress oder Medikamenteneinnahme beeinträchtigt ist und daher mit einer erhöhten Belastung nicht mehr zurechtkommt. Vorbeugend können aufbauende Vaginalkapseln angewendet werden, um das empfindliche Milieu ins Gleichgewicht zu bringen. Auch spezielle Waschlotionen mit Milchsäurebakterien helfen. Allerdings sollten auch diese nur in Maßen angewendet werden, da eine zu intensive Intimpflege die Selbstschutzfunktion beeinträchtigt.

Viren
Auch diverse Herpesviren können in Saunen oft gefunden werden, ebenso wie Chlamydien. Dem kann vorgebeugt werden, indem Sie sich nie direkt auf die Saunabänke setzen, sondern immer ein Handtuch unterbreiten.

Genauso sind als bekannte Infektionsquellen immer wieder Noroviren oder Escherichia Coli anzutreffen, die Durchfallerkrankungen auslösen können. Achten Sie darauf, kein Wasser in Mund und Nase zu bekommen, und tragen Sie nach Möglichkeit beim Schwimmen eine entsprechende Schwimmbrille. Das schützt Ihre Augen gleichzeitig vor Reizungen durch Chlor.

Generell sollten Sie nach Aufenthalten im Wasser duschen, besonders den Intimbereich abspülen und die Badekleidung wechseln, sodass die nasse Badekleidung nicht auf der Haut verbleibt und sich eventuell darin vorhandene Keime nicht vermehren können.

Vorsicht in Kinderbecken
Gerade Kinder- und Babybecken, in denen das Wasser oft wärmer und seichter ist, weisen erhöhte Keimbelastung auf. Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes kommen daher leider immer wieder vor. Die Infektionswahrscheinlichkeit kann verringert werden, indem Sie Ihr Kind immer wieder daran erinnern, dass es kein Wasser schlucken darf, bzw. indem Sie bei kleinen Kindern darauf aufpassen, dass diese nicht untertauchen oder das Wasser kosten. Generell sei aber gesagt, dass ein gesunder Kindermagen mit wenig Wasser aus den Kinderbecken im Normalfall gut zurechtkommt, da die Magensäure viele Keime vernichtet. Unmittelbar nach dem Essen ist der PH-Wert im Magen eher neutral und daher anfälliger für Infektionen. Nach dem Essen sollte daher ein wenig mit dem nächsten Beckengang gewartet werden - besuchen Sie in dieser Zeit ein trockenes Alternativprogramm.

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