Mo, 11. Dezember 2017

Revolution droht

15.10.2015 18:08

Abfahrt vor Olympia-Aus? Schröcksnadel bangt

Doppelte Revolution im alpinen Ski-Abfahrtssport: Der Königsdisziplin droht das Aus bei Olympia, weshalb ÖSV-Boss Peter Schröcksnadel ein neues Reglement fordert. Und: Airbags sollen für mehr Sicherheit bei den Rennfahrern sorgen.

Beim Pfarrwirt in Wien-Döbling bat die Spitze des Ski-Verbandes um Präsident Peter Schröcksnadel und Sportdirektor Hans Pum zum vorwinterlichen "Einkehrschwung". Im ältesten Restaurant Wiens war bei köstlichem Roastbeef einerseits der Beginn der neuen Saison in einer Woche in Sölden, wo der Weltverband FIS am Donnerstag grünes Licht für den Auftakt gab, Hauptthema. Andererseits eine doppelte Revolution im Abfahrtssport, die teilweise bereits im Weltcup 2015/2016 vollzogen wird.

Schlechte TV-Quoten
Dabei geht es erstens um die Tatsache, dass die Königsdisziplin aus dem Olympischen Programm zu fallen droht. Was auch an den schlechter gewordenen TV-Quoten liegt. "Die Leute wissen, dass die Besten mit den Nummern von 16 bis 22 kommen, drehen erst sehr spät auf und rasch wieder ab", so Schröcksnadel. Bereits Mitte November wird er deshalb im FIS-Vorstand ein neues Start-Reglement fordern: Die sieben Besten der Weltrangliste fahren im Training Qualifikation, können sich dann in der Reihenfolge des Ergebnisses ihre Nummer aussuchen, der Rest wird innerhalb der Top 30 dazugelost. Schröcksnadel: "Ich hoffe, dass das schon kommenden Winter getestet wird!"

Airbag kommt
Und zweitens ging's um den Abfahrts-Airbag. Bereits in den vergangenen Saisonen wurde das System getestet, jetzt wurde es vom Skiverband gemeinsam mit der Erzeugerfirma weiter adaptiert und verbessert. Sobald ein Läufer stürzt, bläst sich der Airbag rund um den Körper auf, schützt so vor allem vor schweren Rückenverletzungen. Toni Giger, Boss der ÖSV-Entwicklungsabteilung: "Ich gehe davon aus, dass unsere Läufer schon in der ersten Saison-Abfahrt in Lake Louise damit fahren."

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