Do, 23. November 2017

Google-Gadget

18.10.2015 08:58

Chromecast Audio macht Lautsprecher smart

Mit seinen Chromecast-Sticks hat Google bereits Millionen Fernsehgeräte smart gemacht, jetzt will der Internetkonzern das Streaming von Musik auf (nahezu) jeden Lautsprecher erleichtern. Das entsprechende Zubehör dafür hat Google erst kürzlich mit dem Chromecast Audio vorgestellt - krone.at hat es getestet.

Unter dem Motto "So macht Streaming Laune" soll der Chromecast Audio die drahtlose Übertragung von Musik via WLAN von Smartphone, Tablet, Notebook/PC auf nahezu jeden beliebigen Lautsprecher ermöglichen. Voraussetzung: Sie müssen einen 3,5-mm-Klinkenanschluss, einen Cinch- oder einen optischen Toslink-Eingang verfügen. Ausgeliefert wird das Google-Gadget allerdings nur mit einem 3,5-mm-Klinkenkabel, für die beiden anderen Anschlussvarianten bedarf es entsprechender Adapter, die im Handel jedoch bereits für wenige Euro erhältlich sind.

Das Setup selbst ist kinderleicht: Der Chromecast Audio wird auf der einen Seite über ein mitgeliefertes USB-Netzteil an die Steckdose (bzw. USB-Schnittstelle) gehängt und auf der anderen Seite mit dem jeweiligen Lautsprecher verbunden. Für das Ansteuern des optisch an eine Schallplatte erinnernden Zubehörs braucht es allerdings noch die für das Mobilbetriebssystem passende Chromecast-App (erhältlich für Android und iOS) oder Googles Chrome Browser.

iOS-Nutzer haben das Nachsehen
Über die App selbst braucht man sich dann nur noch einmalig ins eigene WLAN-Netz (802.11ac) zu wählen und kann fortan Musik auf seinen kurz zuvor noch nicht smarten Lautsprecher streamen. Vorausgesetzt wiederum, der Musikdienst oder die App spielen auch mit und unterstützen eine Cast-Übertragung. Aktuell sind dies unter anderem Google-Play-Music, Spotify, Deezer, Pandora oder Rdio. Nicht unterstützt werden derzeit dagegen iTunes/Apple Music und Amazon Music.

iOS-Nutzer sind auch an anderer Stelle benachteiligt: Während auf Android die Audiosignale beliebiger Anwendungen über einen Knopfdruck an den Chromecast gestreamt werden können, ist iPhone- und iPad-Besitzern dieses Vergnügen nicht vergönnt - für sie bietet das Google-Gadget daher nur den halben Komfort. Offenbar hatte Google keine Lust, Apples AirPlay-Technologie zu lizenzieren…

Chrome-Browser als Workaround
Für PC- oder Mac-Besitzer führt der Weg zu drahtlosem Musikgenuss indes über Googles Chrome-Browser. Auch hier gibt es allerdings eine Voraussetzung: Sie müssen die Erweiterung Google Cast installiert haben, um aus dem Browser heraus Audioinhalte vom Web, beispielweise YouTube, an den Chromecast Audio streamen zu können.

In unserem Test war außerdem ein Update der Router-Firmware nötig, um ein ruckelfreies Streaming von einem Windows-10-PC zu ermöglichen. Immerhin konnten wir danach auch Musik von Amazon Music drahtlos an den Lautsprecher senden. iTunes-Nutzer ziehen aufgrund einer fehlenden Web-Oberfläche jedoch auch auf dem PC oder Mac weiterhin den Kürzeren.

Multiroom-Funktion angekündigt
Noch nicht möglich ist derzeit übrigens die gleichzeitige Ansteuerung mehrerer Lautsprecher. Eine entsprechende Multiroom-Funktion soll laut Google aber im Laufe des Jahres per Software-Update nachgerüstet werden. Erhältlich ist der Chromecast Audio zum Preis von 39 Euro. Wer es günstiger haben möchte, findet im Handel zahlreiche Bluetooth-Empfänger für zum Teil nur wenige Euro. Nachteil gegenüber der WLAN-Lösung: Wer beim Streamen etwa Spielen oder einen Anruf entgegennehmen möchte, muss dann die Musikwiedergabe pausieren…

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