Fr, 15. Dezember 2017

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12.10.2015 16:36

Wetterfeste Quartiere für Flüchtlinge gesucht

Temperaturen um den Gefrierpunkt, beißender Wind: Die Suche nach wetterfesten Quartieren für Flüchtlinge mutiert zu einem logistischen Gewaltakt. Immer harren noch mehr als 1100 Menschen in Zelten aus - und die an sich prekäre Lage spitzt sich erneut zu. Allein im burgenländischen Nickelsdorf haben seit Samstag fast 20.000 Menschen die Grenze überschritten. Die Bundes-Flüchtlingsquartiere sind jedoch überfüllt.

Nickelsdorf - elf Buchstaben, ein Wort. Es ist zum Synonym für flüchtende Menschen und einen bereits Wochen andauernden Rund-um-die-Uhr-Einsatz von Polizei und Hilfsorganisationen geworden. Ruhig wurde es um den berüchtigten Grenzübergang in den Tagen vor der Wien-Wahl: Jetzt gerät das Flüchtlingsdrama wieder in den Fokus. Ein eisiger Winter steht bevor, die Zahl der Hilfe Suchenden steigt rapide an. 5050 Flüchtlinge am Samstag, 8540 am Sonntag, 5900 bis 14 Uhr am Montag.

"Zelte sind schlechteste Variante"
"Zelte sind die denkbar schlechteste Variante", so Gernot Maier vom Innenministerium schon beim "Krone"-Lokalaugenschein im Lager Traiskirchen. Genau diese sollen jetzt alle weg. Das Land Tirol prescht vor: Nach dem Vorbild Bayerns sollen in den kommenden Wochen sogenannte Traglufthallen aufgestellt werden. Dabei handelt es sich um aufgeblasene, kuppelartige Riesenzelte. Auf 20.000 Quadratmetern finden bis zu 300 Asylwerber in "Container-Wohnungen" Platz. Wo genau in Tirol die Space-Hallen aufgestellt werden, steht in den Sternen.

Erst einmal müssen bürokratische Hürden wie etwa Ausschreibungen bewältigt werden. Während die Zeltlager in Salzburg "regulär" gegen Container getauscht werden, macht das Innenministerium in Kärnten vom Durchgriffsrecht Gebrauch. Die Zeltstädte in Eisenstadt und Traiskirchen bleiben derzeit jedoch unangetastet.

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