Mi, 18. Oktober 2017

Manfred Pledl

12.10.2015 09:41

Transport-Kontrolleur: „Tiere sollen nicht leiden“

Manfred Pledl sorgt dafür, dass bei Tiertransporten alles in Ordnung ist und spricht von einem Umdenken in der Tierhaltung, dem Tierransport und beim Konsumenten.

Wo immer Tiertransporte über unsere Straßen rollen, ist Manfred Pledl nicht weit: Seit 16 Jahren hat er ein wachsames Auge auf die Fahrzeuge mit dem Aufkleber "Lebende Tiere" am Heck. Gott sei Dank sind die Zeiten, in denen sich Tierschützer vor den Schlachthöfen angeketteten haben, lange vorbei: "Es war schon schlimm damals, als wir mit Kontrollen begonnen haben", sagt Manfred Pledl: "Nicht nur einmal haben wir tote Tiere, die erdrückt wurden, aus dem Hänger geholt."

Pledl trug viel zu Verbesserungen bei
Dazu, dass sich die Situation für die Tiere grundlegend gebessert hat, trug er in den letzten Jahren viel bei: Mit seinem VW-Bus samt Blaulicht fischt er die Transporter aus dem Verkehrsstrom, meist am Walserberg, in Hallwang oder Puch. In seinem fahrenden Büro installiert ist TRACES, das EU-weite Datensystem, mit dem man vor allem die Überland-Transporte verfolgen kann.

Die Tiere sollen nicht leiden
Und auf dem Rechner des Landes scheinen alle schwarzen Schafe der Vergangenheit auf. Nicht nur einmal hört der Inspektor: "Geh, Herr Doktor, aber des passiert doch net bei mir". Doch mit einem Maus-Klick kommt schnell die Wahrheit ans Licht: Wer oft zu lange fährt oder Fahrzeuge überlädt. Manfred Pledl sagt: "Die Tiere sollen nicht leiden."

"Plötzlich alle vegan? Wenig realisitisch"
Und wie geht es ihm da, wenn er die großen Augen der Kühe und Kälber auf ihrem letzten Weg sieht? "Da isst man sehr bewusst Fleisch, ich gehe lieber zum Bauern, wo ich sehe, wie Tiere gehalten werden." Er sieht ein Umdenken, in der Tierhaltung, dem Transport und beim Konsumenten: "Die Wege sollen so kurz wie möglich sein. Die Alternative, dass plötzlich alle vegan werden, ist ja wenig realistisch."

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