So, 17. Dezember 2017

SPÖ unterliegt

12.10.2015 08:16

Freiheitliche erobern Bürgermeister in Wels!

Vor zwei Wochen haben die Wähler den Welser Gemeinderat von Rot auf Blau umgefärbt, gestern, Sonntag, taten sie es mit dem Bürgermeister! Der 42-jährige FP-Spitzenkandidat Andreas Rabl eroberte die zweitgrößte Stadt im Land mit 62,97% der Stimmen, SP-Konkurrent Hermann Wimmer (62) errang nur 37,03% - und bekennt sich selbst zur historischen Niederlage.

Insgeheim haben diesen Wahlausgang schon so gut wie alle Welser Politiker erwartet. Die Blauen haben ihn erhofft, die Roten befürchtet. Unter den Freiheitlichen wurden sogar Wetten abgeschlossen, wie viele Stimmen ihr Spitzenkandidat Andreas Rabl denn erreichen würde. Alt-Vizebürgermeister Bernhard Wieser, der die FP im Jahr 2009 in die Stichwahl führte, aber damals gegen den noch amtierenden Bürgermeister Peter Koits (SP) knapp verlor, legte sich am gestrigen, historischen Sonntag, schon fest, bevor die ersten Hochrechnungen eintrudelten: "Der Andi schafft sicher über 60%!" Wieser behielt Recht: Denn kurz nach 17 Uhr zeigte die Leinwand im Welser Rathaus die bittere Nachricht für die Sozialdemokraten, die jahrzehntelang in Wels dominierten Schwarz auf Weiß an: Andreas Rabl (FP) hat die Bürgermeisterstichwahl gegen Hermann Wimmer (SP) mit 62,97% zu 37,03% gewonnen. 60,85% der Wahlberechtigten machten dabei vom Stimmrecht Gebrauch.

"Herr Bürgermeister? Das bin ich noch nicht gewohnt!"
Auf Gratulationen mit der Anrede "Herr Bürgermeister" reagierte der designierte Stadtchef Rabl mit einem Grinser: "Also, das bin ich noch nicht gewohnt!" Ob er den Ausgang der Wahl nicht schon geahnt hat? Immerhin überzeugte er bereits vor 14 Tagen 47,59% der Wähler, Wimmer dagegen nur 27,28%. "Ich war mir bis zum Schluss nicht sicher", so der künftige Bürgermeister.

Haimbuchner: "Viel Kraft für diese Mammutaufgabe!"
Zum Glückwünschen war auch Landesparteichef und angehender LH-Vize Manfred Haimbuchner extra nach Wels gekommen: "Das ist wirklich ein historisches Ereignis und ich wünsche Andreas Rabl viel Kraft für diese Mammutaufgabe, Wels wieder zu der Perle zu machen, die sie mal war." Hermann Wimmer trug seine Niederlage mit Fassung, gratulierte Rabl zum Wahlsieg und gab offen zu: "Nur mit einem Wunder hätte ich nach dem Ergebnis von vor zwei Wochen diesmal eine Chance gehabt." Der bis zur Angelobung Rabls amtierende Bürgermeister Peter Koits ließ sich überhaupt erst gegen Ende der Ergebnis-Verkündung im Wahlstudio blicken, hatte mit der Niederlage sichtlich zu kämpfen.

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