So, 19. November 2017

Dank Gewerkschafter

11.10.2015 20:14

13.500 Unterschriften für Projekte und neue Jobs!

Beinahe 20.000 Arbeitslose (die in Schulungen "versteckten" Menschen muss man einrechnen) sind für die Gewerkschaft zu viel. "Der Winter naht, da klettern die negativen Zahlen nach oben," warnt Gewerkschafter Gerald Forcher, der die Petition Handel mit seinen Kollegen initiiert hat.

Warum es geht, wissen die "Krone"-Leser genau:

-) In Wals-Himmelreich steht das frühere Gebäude des Baumax (die jetzige Filiale an der Innsbrucker Bundesstraße wird demnächst von Obi übernommen) seit Jahren leer. Das Outlet-Center möchte erweitern und mit einem Wandelgang über das McDonalds-Areal die Trakte verbinden. Auch Bürgermeister Jock Maislinger ist dafür.

-) Der Europark möchte nicht auf freiem Feld neue Flächen verbauen, sondern bestehende Lagerräume für die Vergrößerung von Geschäften verwenden. Wie beliebt dieses Stadtteilzentrum von Taxham ist, zeigte sich vorige Woche bei der Skimodenschau von Anna Fenninger, Marcel Hirscher und den anderen Sportgrößen.

-) Möbel Lutz will in St. Johann ein neues Haus errichten und dies mit einem Umbau im bestehenden Möbelhaus in Bischofshofen verbinden. Stark dafür gemacht hat sich der einflussreiche Bürgermeister Mitterer von St. Johann. Als die schwarz-grün-gelbe Landesregierung den Plänen eine Absage erteilte, begann Forcher mit seiner Unterschriftenaktion.

Am kommenden Mittwoch werden im Petitionsausschuss des Salzburger Landtages die Fragen diskutiert, überdies wird auf die 13.500 Unterschriften hingewiesen. Forcher sagt zur "Krone": "Die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit ist vorrangig, denn es geht bei den drei Projekten um bis zu eintausend beständige Arbeitsplätze. Natürlich profitieren auch die Bauwirtschaft und das Gewerbe davon." Der Gewerkschafter möchte mehr Frauen-Beschäftigung, die Kinderbetreuung ist durch entsprechende Einrichtungen im Europark und im Outlet-Center vorbildlich gesichert.

"Wir sind Anwälte der arbeitenden Menschen"
Den Internet-Handel bezeichnen nicht nur die drei Firmen-Chefs, sondern auch der Gewerkschafter als derzeit größte Konkurrenz. So will eine Traditionsfirma für Büroartikel und Schreibwaren im Europark erweitern, um nicht Opfer des Internet-Booms zu werden. Das Problem der von der Sperre bedrohten Unternehmen in den kleinen Orten will Forcher nicht wegreden. Und er stellt leidenschaftslos klar: "Wir sind keine Anwälte oder eine Vorfeldorganisation von Spar, Arthur McGlen oder Lutz. Wir sind Anwälte der arbeitenden Menschen in Salzburg!"

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