Di, 17. Oktober 2017

500 Einheiten

07.10.2015 19:45

Geförderte Wohnungen für Flüchtlinge

Es ist ein Thema, das in der aufgeheizten Flüchtlingsdebatte Emotionen schürt: Auf dem ohnehin hoffnungslos überteuerten Wohnungsmarkt und den jahrelangen Wartezeiten auf eine geförderte Wohnung, muss auch die Unterbringung von Flüchtlingen bewältigt werden: Rund 3.400 sind es derzeit im Bundesland und sie warten auf ihren positiven Asylbescheid, ein guter Teil dürfte ihn dann auch bekommen.

Aus der Grundversorgung (das Land rechnet hier auch mit Mehrkosten von zehn Millionen Euro) einmal heraus, geht es dann entweder weiter zu einem Arbeitsplatz oder gleich in die Mindestsicherung und damit in die Chancenlosigkeit, auch was eine Wohnung betrifft.

Für anerkannte Flüchtlinge gibt es zwar einige Hundert so genannter Starterwohnungen, die die Gemeinnützigen über die Diakonie zur Verfügung stellen, die Warteliste darauf ist im Verhältnis aber ähnlich verheerend lang wie beim Wohnungsamt. Für zumindest 1000 Menschen will das Land nun mit 500 Wohnungen eine erste Abhilfe schaffen: "Wir müssen uns der Realität stellen, es werden nun mal mehr Flüchtlinge", sagt Wohnbaulandesrat Hans Mayr. Mit einer so genannten Modulbauweise sollen 30 Quadratmeter-Garconnieren mit billigstem Material errichtet, die dann befristet vermietet werden: "Idealerweise auf Landes- oder Kirchengrund, damit die Kosten niedrigst gehalten werden." Nutznießer sollen dann Flüchtlinge, heimische Obdachlose oder Menschen sein, die kurzfristig eine Wohnung brauchen.

Acht Millionen Euro aus der Wohnbauförderung
Das Geld dafür - Mayr rechnet mit rund 8 Millionen Euro bis 2018 - wird aus einem Teil der Wohnbauförderung kommen, der derzeit fast ungenutzt ist: "Für Heimbetten, also etwa Studentenheime, liegen 40.000 Euro pro Bett brach, da es kaum Nachfrage gibt." Mayrs Maßnahme geht nun mit Segen der Landesregierung in die gesetzliche Begutachtung und soll schon zu Jahresbeginn umgesetzt werden: Das reguläre Wohnbaupensum wird deshalb nicht eingeschränkt.

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