Di, 17. Oktober 2017

Karriereende

06.10.2015 08:03

Benjamin Raich: Der glückliche Ski-Pensionist

Auch knapp einen Monat nach seiner Rücktrittserklärung ist Benjamin Raich immer noch glücklicher Ski-Pensionist. "Es war alles wie erwartet und ich bin absolut zufrieden, so wie es gelaufen ist", erklärte der 37-Jährige. "Ich war absolut überzeugt, dass es die richtige Entscheidung ist. Daran hat sich nichts verändert."

Während seine Markenkollegen wie Marcel Hirscher für den kommenden Winter rüsten, genießt der Doppel-Olympiasieger, Weltmeister und Gewinner von 36 Weltcuprennen nun sein Leben doppelt. "Vor einem Jahr war ich mit dem Kopf ständig woanders, es war sehr stressig. Als Spitzensportler darfst du ja nicht einmal einen Schnupfen bekommen", erinnerte sich der Tiroler. "Das fällt jetzt alles weg."

Eine Leere habe er seit dem Rücktritt jedenfalls nie empfunden. "Es ist sehr viel zu tun und wenn ich Luft habe, nutze ich das auch bewusst. Außerdem ist ja familiär etwas im Kommen. Es ist alles sehr stimmig gerade bei uns", erinnerte Raich daran, dass seine Ehefrau Marlies demnächst Mutter wird.

Berufliche Zukunft als Berater einer Skifirma?
Trotz der wenigen Wochen seit seinem Karriereende macht sich Raich schon Gedanken über eine weitere berufliche Zukunft. "Es ist schon möglich, dass ich bei Rennen auftauche." Eine Rolle als Berater bei seiner Skifirma ist offenbar nicht ausgeschlossen. "Es ist ja eine Verbindung da, die man nutzen kann." Eine Karriere als Politiker strebt Raich trotz enorm hohen Popularitäts- und Sympathiewerten nicht an. "Nein, daran habe ich nicht gedacht. Wir haben genug gute Politiker."

Dass die Rücktritte der letzten Monate eine große Lücke aufgetan haben, steht auch für Raich fest. Was den Herren-Bereich angeht, befindet sich der ÖSV für ihn in einer Umbruchphase. "Der Marcel ist natürlich sehr stark, die Abfahrt- und Super-G-Truppe ist auch sehr stark, Riesenslalom ist auch okay."

"Nur der Slalom ist momentan ein bisschen dürftig", befand der Pitztaler, der allerdings Licht am Ende des Tunnels sieht. "Man muss den Jungen auch was zutrauen. Es kochen alle nur mit Wasser, und es kann sich alles sehr schnell ändern", sagte Raich und griff mit Manuel Feller und Marco Schwarz zwei (Ex-)Markenkollegen heraus. "Gerade die können sehr schnell fahren."

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden