Fr, 24. November 2017

Neun Stockwerke tief

05.10.2015 15:39

Instagram-Fotojagd: Bursch (17) stürzte in den Tod

Die Jagd nach dem perfekten Foto, um sich auf Instagram von der Masse abzuheben, hat einen jungen Russen das Leben gekostet. Andrey R. (17) war in der Stadt Wologda auf das Dach eines hohen Gebäudes geklettert, um dort Fotos von sich zu knipsen. Beim Versuch, ein besonders spektakuläres Bild einzufangen, stürzte der junge Mann neun Stockwerke in die Tiefe. Er wurde zwar sofort versorgt, doch die Ärzte verloren den Kampf um sein Leben.

Für Andrey R. und seine Freunde war es ein ganz normales Hobby: Wie das Nachrichtenportal "International Business Times" berichtet, erkletterten die jungen Russen in der Stadt Wologda, rund 400 Kilometer nördlich von Moskau, in ihrer Freizeit hohe Gebäude und andere Konstruktionen, um spektakuläre Fotos von sich zu machen. Zweck der Fotos: Die Jugendlichen wollten auf Instagram Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Während sie ihrem Hobby nachgingen, gerieten die jungen Russen in Wologda sicherlich mehr als einmal in gefährliche Situationen, das letzte Foto-Shooting kostete nun tatsächlich einen von ihnen das Leben. Andrey R. hatte ein Seil zum Fotoshooting mitgebracht, mit dem er sich über die Gebäudekante hängen und dort besonders spektakuläre Fotos knipsen wollte. Das Seil riss, der junge Mann stürzte neun Stockwerke tief in ein Gebüsch.

Junger Mann verstarb im Krankenhaus
Andrey R. wurde sofort in ein nahes Krankenhaus gebracht, die Ärzte verloren rund zwei Stunden nach dem Unfall aber den Kampf um das Leben des 17-Jährigen. Freunde sollen den jungen Mann noch vor den Gefahren seiner Aktionen gewarnt haben, doch sie konnten ihn nicht von seinem Vorhaben abbringen. Das letzte Instagram-Foto von Andrey R. zeigt das Seil, das ihm zum Verhängnis wurde.

Der junge Russe ist der jüngste Fall in einer Kette tragischer Todesfälle. Alle verbindet, dass die Opfer kurz vor ihrem Tod noch versucht hatten, möglichst spektakuläre Fotos von sich zu knipsen. Allein heuer sollen bei solchen Unfällen bereits mehr als ein Dutzend Menschen gestorben sein. Das sind mehr Opfer, als sie 2015 beispielsweise Haiangriffe auf Menschen forderten. Den größten Raubfischen der Weltmeere fielen "nur" acht Menschen zum Opfer.

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