So, 19. November 2017

„Krone“-Ombudsfrau

03.10.2015 09:00

Nicht-Kunden sollten für Telefon-Verteilbox zahlen

Dass sich am Dachboden ihres neu erworbenen Hauses ein A1-Verteilerkasten zur Versorgung sämtlicher Nachbarn befindet, ist für Familie J. kein Problem. Dass sie für dessen Umbau aber zur Kasse gebeten werden sollten, obwohl sie selbst nicht einmal Kunden sind, machte die Oberösterreicher hingegen grantig...

Familie J. hat nichts dagegen, dass sie ihren Grund und Boden kostenlos zur Verfügung stellt, damit die Nachbarn Telefon und Internet haben. Der Verteilerkasten befindet sich seit Jahrzehnten am Dachboden ihres Hauses, das sie vor Kurzem erworben haben und gerade umbauen. Im Zuge der Arbeiten musste auch der Verteiler umgebaut werden.

"Angeblich gibt es mit dem Vorbesitzer eine mündliche Vereinbarung über die Nutzung. Schriftlich konnte uns nichts vorgelegt werden, aber wir sollen an A1 für den Umbau der Verteilerbox bezahlen, obwohl wir selbst nicht einmal Kunden sind", erklärt Herr J. aus Linz. Seine Versuche, sich auf einen Kompromiss zu einigen, schlugen fehl. Für den Fall, dass er die Kosten nicht übernehme, solle er selbst die Nachbarn schriftlich über die Kündigung der entsprechenden Leitungsführung informieren, wurde ihm barsch mitgeteilt.

"Das haben wir natürlich nicht gemacht. Dann wären allen Nachbarn Kosten entstanden und wir hätten uns sicher deren Unmut zugezogen. Am Baubeginn wäre das wohl keine so gute Basis für eine weitere gute Nachbarschaft gewesen", schildert Herr J., der den Betrag schließlich zähneknirschend bezahlt und dann die Ombudsfrau um Hilfe gebeten hat. A1 hat den Fall nochmals geprüft und sich entschlossen, die Kosten für den Umbau doch zu übernehmen. Der bereits bezahlte Betrag wird Familie J. retourniert. Details zu etwaigen Verträgen wollte man aber auch uns nicht verraten...

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