So, 17. Dezember 2017

Interessante Idee

30.09.2015 11:30

3D-Druckroboter sollen Marsstation aus Eis bauen

Bei einem Designwettbewerb der US-Raumfahrtbehörde NASA für mittels 3D-Druck gefertigte Marsstationen haben New Yorker Architekten mit einer besonders interessanten Idee für Aufsehen gesorgt. Weil Baumaterial von der Erde nur mit enormen Anstrengungen zum Mars gebracht werden könnte, setzen sie auf ein Baumaterial, das es am eisigen Mars zur Genüge gibt: Wasser, aus dem spezielle Roboter Eis-Marsstationen bauen sollen.

Die Idee der Tüftler wurde von der NASA-Jury, die verschiedenste Einreichungen sichtete, mit dem ersten Preis des Design-Wettbewerbs gewürdigt, berichtet das IT-Portal "CNET". Erste Konzeptbilder der eisigen Marsstation - zum Vergrößern einfach draufklicken - zeigen tatsächlich ein eindrucksvolles Konstrukt.

Roboter sollen Marsstation bauen
Gefertigt soll die eisige Behausung, die aus einem äußeren und einem inneren Eispanzer sowie Quartieren, Laboren und einem hydroponischen Garten bestehen soll, nicht mit einem herkömmlichen 3D-Drucker werden, sondern mit 3D-Druckrobotern namens iBo.

Sie sollen mit einem an einem Roboterarm angebrachten 3D-Druckkopf in eisigen Regionen des Roten Planeten eine Mixtur aus Wasser, Fasern und Aerogel ausbringen und damit ringförmige Strukturen bauen. Einkerbungen in den Strukturen, in die sich die Roboter mit ihren Rädern einklinken, gestatten es, in die Höhe zu bauen.

Wie die Fertigung von Strukturen aus Eis aussieht, zeigen die Tüftler im Video:

Kompliziert durch dünne Mars-Atmosphäre
Ein paar technische Hürden gibt es bei dieser Idee. Da wäre zum einen, dass die sehr dünne Marsatmosphäre dafür sorgt, dass Eis trotz niedriger Temperaturen schnell vom festen in den gasförmigen Aggregatzustand übergeht. Hier soll eine von der Erde mitgebrachte Plastik-Spezialfolie für Abhilfe sorgen, die den äußeren Eispanzer der Station schützt.

Hinter dem äußeren Eispanzer wollen die US-Tüftler eine zweite Eisstruktur errichten, die durch eine künstliche Atmosphäre mit höherem Druck vom Verdampfen abgehalten werden soll. Und in dieser zweiten Eisstruktur befinden sich schließlich - durch das viele Wasser rundherum bestens vor kosmischer Strahlung geschützt - das Wohn- und Arbeitsumfeld der Mars-Astronauten, inklusive hydroponischem Garten zur Lebensmittel-Selbstversorgung.

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