Mo, 11. Dezember 2017

Flüchtlingswelle:

29.09.2015 16:34

Neue Notquartiere in ganz Kärnten

In Kärnten wird die Zahl der Notquartiere massiv aufgestockt! Weil das Innenministerium einen neuen Flüchtlingsansturm erwartet, wurde eine Liste mit neuen Notunterkünften in ganz Kärnten ausgearbeitet. Die Quartiere sollen im Bedarfsfall rasch geöffnet werden können. Das Problem: Es gibt viel zu wenig Betten.

Voll ausgelastet sind bereits die Verteilzentren in den Bundesländern, die jetzt sogar gesperrt werden sollen. In den Kärntner Notquartieren, in denen Helfer bereits weit über 4000 Flüchtlinge betreut haben, herrscht unterdessen gähnende Leere: Dienstag machten sich erneut 100 Flüchtlinge auf eigene Faust auf die Weiterreise. Obwohl der Großteil der Migranten schnell nach Deutschland weiter will, werden dennoch pro Tag in Kärnten bis zu 50 Asylanträge gestellt, wie Kärntens Flüchtlingsbeauftragte Barbara Payer bestätigt.

Erneut schrillen jetzt im Ministerium die Alarmglocken: Weil ein massiver "Flüchtlingsstau" befürchtet wird, hat eine Arbeitsgruppe in den vergangenen Tagen eine lange Liste mit potenziellen Notquartieren in ganz Kärnten erarbeitet. Die Standorte für Tausende Hilfesuchende könnten im Bedarfsfall rasch geöffnet werden, heißt es. Es gibt allerdings zwei Probleme: Derzeit fehlen Betten für so viele Migranten, die dezentralen Standorte erschweren den Einsatz der Helfer.

Massiv aufgerüstet hat auch die Kirche: Plätze für 140 Flüchtlinge wurden in den vergangenen Wochen in Pfarrhöfen und an anderen Standorten geschaffen. Im Oktober öffnen viele weitere dauerhafte Quartiere.

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