Sa, 18. November 2017

Zerstörungsorgie

29.09.2015 11:03

Bond schrottet in „Spectre“ Autos um 32 Mio. Euro

Eines ist rund einen Monat vor der Premiere des neuen James-Bond-Streifens schon fix: "Spectre" wird ein Spektakel. Und das nicht zuletzt deshalb, weil der neue 007-Blockbuster mit einem Budget von mehr als 270 Millionen Euro der teuerste in der 53-jährigen Filmgeschichte rund um den Agenten ist. Allein sagenhafte 32 Millionen Euro gingen beim Sprengen von Aston Martins, Jaguars und Land Rover in Flammen auf.

Für den neuen Bond-Streifen "Spectre" wurden keine Kosten und Mühen gescheut. Unglaubliche 270 Millionen Euro haben die Dreharbeiten für den neuesten 007-Blockbuster verschlungen. Somit wird der heiß erwartete Film, der am 26. Oktober in London seine Weltpremiere feiern wird, zum teuersten Film rund um den Agenten seiner Majestät. Doch was macht den Film so unglaublich kostspielig?

Die "Daily Mail", die beim Dreh dabei war und vorab einen Blick in das Hinter-den-Kulissen-Buch werfen durfte, verrät: Schon allein die Autos, die im neuen Bond-Abenteuer in die Luft gejagt werden, verschlungen ein Budget von mehr als 32 Millionen Euro. Der Grund: Im Gegensatz wie sonst in der Branche üblich, flogen bei den Dreh für "Spectre" echte Luxusautos durch die Gegend.

Der originale Aston Martin DB5, den schon Ur-Bond Sean Connery in "Goldfinger" fuhr, wurde ja im letzten Bond-Streifen "Skyfall" von Kugeln zersiebt. Dafür bekam 007 für "Spectre" jetzt eigens für ihn gebaute DB10 als Dienstwagen zur Verfügung gestellt. Der Sportwagen - 6 Liter V8 Turbo, geschätzte 400 PS - ist im Handel nicht erhältlich. Sieben dieser Flitzer gingen bei den Drehs drauf, dazu noch mehrere Jaguar C-X75, Ex-Werksprototypen, nachdem Jaguar die Produktion dieser Flunder auf Eis gelegt hatte.

In die Luft gesprengte Luxusautos kosteten Millionen
Allein für jene Szenen, die in Rom gedreht wurden und bei denen Bond in seinem Aston Martin von einem Bösewicht in einem Jaguar verfolgt wird, wurden Beträge in Millionenhöhe ausgegeben, heißt es in der britischen Zeitung. "Wir haben in 'Spectre' den Rekord im Zerstören von Autos gebrochen", verrät Chef-Stunt-Koordinator Gary Powell der Zeitung. "In Rom haben wir Millionen Pfund in die Luft gesprengt. Sie rasen in Topgeschwindigkeiten von fast 180 km/h durch den Vatikan. Wir haben die ganze Nacht für vier Sekunden Film geshootet."

Auch in jener Szene, die im ansonsten recht idyllischen Dörfchen Obertilliach im Osttiroler Lesachtal gedreht wurde, gingen gleich mehrere Millionen Euro in Rauch auf. Denn darin fliegt Bond mit einem Flugzeug durch die Alpen - nur um in den Land Rover des Bösewichts zu fliegen. Zurück bleibt auch hier nur Feuer und Rauch.

Auch Drehorte und Film-Crew teuer
Doch nicht nur die spektakulären Autoszenen haben das enorme Budget für "Spectre" aufgefressen, hat die "Daily Mail" herausgefunden. Auch die unterschiedlichen Drehorte in und um Europa - neben Obertilliach dienten auch Ischgl und Bad Aussee als Kulisse - und die dadurch anfallenden Transportkosten für das Equipment haben die Kosten für den Streifen in die Höhe getrieben.

Stuntmänner, Catering, Ton, Maske, Kostüm, Security - bei einer Hollywood-Produktion wie dieser kommen an die 1000 Personen zum Einsatz. Laut eines Mitarbeiters kostete allein die Film-Crew 1,4 Millionen Euro pro Stunde. Und das sogar dann, wenn wetterbedingt die Dreharbeiten unterbrochen werden mussten.

Eröffnungsszene "eine der besten, die es je gegeben hat"
Auch die elf Minuten lange Eröffnungsszene von "Spectre" dürfte episch werden. Immerhin wurde dafür das Fest der Toten in Mexiko Stadt originalgetreu nachgestellt, samt Umzug mit mehreren Wagen und 1500 Statisten - so viele wie noch nie zuvor in einem Bond-Abenteuer. Auch hier sind freilich mehrere Millionen Euro liegen geblieben. Dafür verspricht Produzentin Barbara Broccoli, die seit 1995 die Bond-Filme verantwortet, den Fans: "Diese Sequenz ist eine der besten, die es je gegeben hat."

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