So, 25. Februar 2018

UNO-Versammlung

29.09.2015 07:02

40.000 neue Blauhelmsoldaten aus 50 Ländern

Mehr als 50 Staaten haben den Vereinten Nationen 40.000 zusätzlichen Blauhelmsoldaten und Polizisten zugesagt. Der größte Beitrag kam bei einem von den USA organisierten Friedenseinsatzgipfel am Rande der UNO-Generaldebatte von China: Peking kündigte am Montag an, eine 8000 Mann starke Polizeitruppe aufzustellen. Erstmals engagiert sich auch Kolumbien und bot dafür 5000 Blauhelme an.

Der Sondergipfel wurde von US-Präsident Barack Obama geleitet. "Wir wissen, dass Friedenseinsätze nicht die Lösung jeden Problems sind", sagte er. "Aber sie bleiben eines der weltweit wichtigsten Instrumente zum Umgang mit bewaffneten Konflikten."

An den derzeit 16 Friedenseinsätzen weltweit nehmen mehr als 125.000 Soldaten, Polizisten und Zivilisten aus 120 Ländern teil. Für die USA kündigte Obama an, die Zahl der derzeit 78 US-Bürger in UNO-Friedensmissionen zu verdoppeln. Bei der Finanzierung sind die USA mit 28 Prozent des Gesamtbudgets von 8,3 Milliarden Dollar (7,4 Milliarden Euro) größter Anteilszahler.

Zusagen aus Europa bescheiden
Zu den neuen Beiträgen gehören Hubschrauber, Pioniereinheiten, Feldkrankenhäuser und Bombenexperten, die zur Stärkung der UNO-Einsätze dringend benötigt werden. Ruanda, das bei den Missionen in Afrika eine Schlüsselrolle einnimmt, sagte zwei Kampfhubschrauber, zwei Feldkrankenhäuser, eine rein weibliche Polizeieinheit sowie 1600 Blauhelmsoldaten zu. Indonesien versprach 2700 zusätzliche Friedenssoldaten, Indien 850.

Die USA hatten auf ein stärkeres Engagement der Europäer gehofft, doch blieben deren Zusagen bescheiden. So kündigte etwa der britische Premierminister David Cameron bis zu 300 Blauhelme für den Einsatz im Südsudan an.

"Krisenmanagement ohne UNO undenkbar"
Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier sagte, angesichts der vielen Krisen und Konflikte in der Welt sei ein Krisenmanagement ohne die Friedensmissionen der Vereinten Nationen "undenkbar". Bei der Debatte über die Zukunft der Einsätze stünden eine verbesserte Konfliktprävention und Mediation, verstärkte Zusammenarbeit mit Regionalorganisationen und schnellere Reaktion auf Krisen im Mittelpunkt. Die Vereinten Nationen könnten bei der Umsetzung dieser Ziele "auf unsere volle Unterstützung zählen".

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden