Sa, 16. Dezember 2017

Nur 0,86 mm groß

28.09.2015 16:24

Bislang kleinste Landschnecken-Arten entdeckt

Gleich sieben neue Arten winziger Landschnecken haben Wissenschaftler in China gefunden. Von einer der beiden kleinsten Arten - ihre Schale misst in der Höhe gerade einmal 0,86 Millimeter - würden fast zehn Exemplare in ein Nadelöhr passen, berichteten die Forscher aus Japan, Ungarn und der Schweiz im Fachblatt "ZooKeys". Die Mikro-Schnecken gehören zu den kleinsten bisher bekannten Landschnecken.

Ein Team um Barna Pall-Gergely von der Shinshu Universität in Matsumoto (Japan) entdeckte die Winzlinge beim Durchsieben von Bodenproben aus der Provinz Guangxi in Südchina. Lebende Exemplare fanden sie nicht, nur die Schneckenhäuser. Mit feinen Bürsten reinigten sie diese vorsichtig und untersuchten sie dann unter einem Mikroskop. Sie zählten die Windungen der Häuser und vermaßen die Schalen.

Schale der kleinsten Art nur 0,86 mm hoch
Die Vertreter der größten neu entdeckten Art - Krobylos sinensis - maßen demnach zwischen 2,2 und 2,7 Millimetern. Die beiden kleinsten Arten nannten die Forscher Angustopila dominikae und Angustopila subelevata. Von der ersten Art fanden sie nur ein Exemplar. Dessen Schale war 0,86 Millimeter hoch. Im Durchschnitt nur einen Hundertstel Millimeter mehr maßen die Häuser der acht Exemplare von Angustopila subelevata. Sie kamen auf eine Größe von 0,87 Millimetern.

Lege man die Höhe der Schalen als Maßstab zugrunde, gehörten die beiden Arten zu den kleinsten bekannten Landschnecken, schreiben die Forscher. Berechne man das Volumen der Häuser, gebe es allerdings noch kleinere Arten. Die kleinsten Schnecken überhaupt seien im Meer zu finden.

Die allerkleinsten Schnecken gibt es im Meer
Die marine Art Ammonicera minortalis etwa messe gar nur 0,32 bis 0,46 Millimeter. "Die Untersuchung von Landschnecken mit winzigen Schalen ist wichtig, um die Artenvielfalt und die Naturgeschichte einzuschätzen und um eine Grundlage zu schaffen, die Entwicklung von Zwergwuchs bei wirbellosen Tieren zu untersuchen", schreiben die Wissenschaftler.

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