Do, 14. Dezember 2017

Herbst-Deko 2015

29.09.2015 09:00

Alles dreht sich um den Kürbis

Gleich nach den Weintrauben zählen Kürbisse zu den wohl schmackhaftesten - und bekanntesten - Boten des Herbsts. Beliebt sind die gesunden Vitaminbomben aber nicht nur als Hauptbestandteil köstlicher Gerichte, sondern auch als Herbstdekoration. Und das bei weitem nicht nur als sympathisch-gruselige Halloween-Schnitzereien.

Nicht nur Deko-Fans werden bei Dekorationen in den sogenannten "Übergangs-Jahreszeiten" schwach. Stehen im Frühjahr die ersten Frühblüher sowie zart-pastellige Farben und Pflanzen im Vordergrund, so schwelgt man bei Herbstdekorationen in der geradezu verschwenderischen Fülle der Materialien, die einem - im wahrsten Sinn des Wortes - geradezu vor die Füße fallen.

Leuchtende Kürbisse dieses Jahr hoch im Kurs
Zierkürbisse in allen Größen, Formen und Farben, einzeln oder kombiniert mit herbstlichen Beeren, zählen dieses Jahr zu den ganz großen Deko-Trends. Einer der Gründe dafür: Bedingt durch die extreme Wetterlage des Sommers stehen einige beliebte Herbstdeko-Materialien nicht in vollem Umfang, oder zumindest nicht in der gewohnten Pracht, zur Verfügung.

So haben viele Bäume aufgrund des Wassermangels bereits sehr früh viele ihrer Blätter abgeworfen. Und das auch nicht immer in der gewohnt-verschwenderischen Farbenpracht. Viele andere Pflanzen, die im Herbst noch einmal zur vollen Kraft und Hochform auflaufen, haben eben erst einmal begonnen, sich von ungewohnter Hitze und Wassermangel zu erholen.

Neben den Zierkürbissen, die es jetzt schon vielfältig in bereits herbstlich-stimmungsvollen Dekorationen zu erwerben gibt, wird aber auch das sogenannte Kürbisschnitzen bei uns zunehmend beliebter.

Herbstliche Kürbisdekorationen
Schon allein aufgrund der großen Kürbissorten-Auswahl (rund 1800 bekannte Arten weltweit) mit den unterschiedlichsten Größen, Formen und Farben sind der Deko-Fantasie so gut wie keine Grenzen gesetzt: Ob als stimmungsvolle kleine Teelichter am Fensterbrett, als originelle Blumenvasen oder als Bio-Einmal-Suppenschüsseln, als kunstvoll geschnitzte Laternen oder einfach als festlich-herbstlicher Tischschmuck, allein oder in Kombination mit anderen Naturmaterialien wie Blätter, Beeren und Zweigen - Kürbisse lassen sich in so gut wie alle Deko-Wünsche integrieren. Allein schon mit ihren leuchtenden Farben bringen sie im Innen- wie im Außenbereich im Nu die schönsten Seiten des Herbstes zum Strahlen.

Voraussetzung für eine gelungene Dekoration sind allerdings die richtige Kürbiswahl für den jeweiligen Deko-Effekt und einige Grundregeln in punkto Verarbeitung - sollen die kleinen Kunstwerke nicht in kürzester Zeit schrumpfen oder schimmeln.

Kürbis - und Kürbis
Im Wesentlichen kann man beim Kauf zwischen den Speisekürbissen und den Zierkürbissen wählen. Zierkürbisse unterscheiden sich meist schon dadurch, dass sie meist kleiner sind und eine härtere Schale haben.

Der wohl wichtigste Unterschied: Zierkürbisse zählen zu den sogenannten ungenießbaren Kürbissen und enthalten Bitterstoffe. Auch wenn sie noch so appetitlich aussehen, sollte man sie keinesfalls essen, da der Verzehr zu Kopfschmerzen, Magenschmerzen, Übelkeit, Durchfall und Erbrechen führen kann.

Zierkürbisse werden entweder allein - zum Beispiel als auffällige Tisch- oder Schalendekoration - oder in Kombination mit herbstlichen Blumen, Pflanzen oder anderen Früchten verwendet.

Speisekürbisse werden gerne für alle Arten von Schnitzereien eingesetzt, da das Motivschnitzen umso leichter gelingt, je größer der Kürbis ist. Voraussetzung für das Gelingen ist die Wahl eines reifen Kürbisses.

Aber nicht nur für das Bearbeiten sind Qualität und Reife des Kürbis wichtig. Viel zu wertvoll sind Speisekürbisse als Lebensmittel als dass nicht auch das gesunde und wohlschmeckende "Kürbisfleisch" jedenfalls kulinarisch verwertet werden sollte.

Tipp: Beim Klopfen auf die Schale klingen reife Kürbisse hohl, der Kürbisstiel ist - je nach Sorte - verholzt oder verkorkt. Bei der Auswahl auch auf mögliche Druckstellen achten!

Besonders beliebt ist bei uns übrigens der orangefarbene Hokkaido-Kürbis. In der Küche, weil man die Schale mitkochen kann und er besonders aromatisch schmeckt, bei der Deko, weil es den Hokkaido in mehreren Größen gibt und er sich aufgrund der weicheren Schale auch gut für die Deko bearbeiten lässt.

Kürbis-Schnitzen - so geht's!
Das Kürbisschnitzen hat übrigens in vielen Ländern, auch in Europa, eine lange Tradition. Dabei reichen die Motive von den bekannten Halloween-Gruselgesichtern über figurale und florale Muster bis hin zu aufwendig-kunstvollen Ornament-Schnitzereien.

Tipp: Den Kürbis vor der Bearbeitung über einige Wochen hindurch langsam "austrocknen" lassen - so bleibt er länger haltbar. Dafür Kürbis waschen und an einem trockenen, luftigen und warmen Ort lagern. Täglich den Kürbis mindestens einmal wenden.

Vor dem Schnitzen wird mit einem scharfen Messer oben am Kürbis ein runder, sternenförmiger, vier-, sechs- oder achteckiger Deckel ausgeschnitten.

Tipp: Das Messer dabei schräg zur Mitte führen, damit die Schnittfläche größer wird. Wenn man den Deckel später wieder "aufsetzen" will, dann schließen sechs- oder achteckige Deckel wesentlich besser als runde.

Das Fruchtfleisch wird ausgekratzt, dann wird mit einem wasserfesten Filzstift das gewünschte Motiv auf die Schale aufgetragen.

Tipp: Bereits vorgefertigte Schablonen für das Kürbisschnitzen (Internet, ausgewählte Bastlershops)!

Mit einem scharfen Messer (z.B. Tapeziermesser) schnitzt man dann die Teile heraus. Am besten funktioniert es, wenn man zuerst die kleinen und dann die größeren ausschneidet. So schneiden, dass die Filzstiftmarkierungen mitgeschnitten werden und nicht mehr sichtbar sind.

Tipp: Heimwerker können bei härteren Kürbisschalen auch mit einem Akkubohrer die Schale bearbeiten. Das eignet sich für kleinere, kompliziertere Muster sehr gut.

Achtung: Kinder lieben das Kürbisschnitzen - Kürbisse mit möglichst weicher Schale wählen - keine scharfen Messer!

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