Sa, 25. November 2017

Tödlicher Unfall

27.09.2015 13:34

Kajakfahrer starb in Lofer

Die zehn Tschechen waren am Samstagvormittag bei Lofer in die Saalach gestiegen, um die Teufelsschlucht zu bezwingen. Die Strecke - sie ist rund 500 Meter lang - ist sehr anspruchsvoll, hat viele gefährliche Stellen und doch ist sie gerade bei Kajakfahrern äußerst beliebt. Die Sportler waren vom Tal weg etwa 100 Meter flussabwärts gepaddelt, als das Unglück passierte.

Ein 47-Jähriger, kenterte und geriet mit dem Kopf unter die Wasseroberfläche. Seinen Kollegen gelang es nach einigen Minuten, den Mann ans Ufer zu holen, sie begannen sofort mit der Reanimation ihres Bekannten. Das Rote Kreuz und ein Notarzthubschrauber rückten an, doch auch die erfahrenen Notärzte konnten nichts mehr für den Verunglückten tun. Der Mann verstarb noch an der Unfallstelle. Die geschockten Gruppen-Mitglieder mussten von einem Kriseninterventionsteam betreut werden, die Angehörigen des Unfallopfers wurden noch am Samstag von der Botschaft informiert.

Schwierige Bergung über das steile Gelände
Zur Bergung des Leichnams wurde die Bergrettung Lofer angefordert. Gemeinsam mit den örtlichen Feuerwehrleuten brachten sie den Toten über äußerst steiles und felsiges Gelände zur Straße zurück.

Immer wieder Unfälle auf dieser Strecke
Immer wieder kommt es in der Teufelsschlucht zu Unfällen. Erst im April 2014 ist fast an der selben Stelle ebenfalls ein Tscheche ums Leben gekommen. Der 35-Jährige - er war auch mit einer Gruppe unterwegs - war etwa einen Kilometer vor der Auer Brücke zu nahe an einen Felsen geraten. Sein Kanu kenterte, der Mann wurde von der starken Strömung unter einen Felsen gezogen und dort festgehalten. Nachkommende Sportler versuchten den Kollegen wieder an die Oberfläche zu ziehen, allerdings vergeblich. Erst nach einer halben Stunde konnten Taucher ihn an das Ufer bringen. da war es aber schon zu spät, um sein Leben zu retten. Nach diesem Unglück wurden die aufgesprühten Warnhinweise an den Felsen erneuert und die Stelle zudem mit Seilen provisorisch gesichert.

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