Mi, 13. Dezember 2017

Sonntagsschlager

27.09.2015 18:40

Heim-Pleite für Admira, Kienast trifft für Sturm

Sturm Graz hat seinen sanften Aufwärtstrend in der Bundesliga bestätigt. Zum Abschluss der 10. Runde kamen die Grazer am Sonntag zu einem knappen 1:0-Auswärtserfolg gegen Admira Wacker Mödling. Dank eines Treffers von Roman Kienast stellten die Steirer mit 15 Punkten den Anschluss an die obere Tabellenhälfte her. Die Südstädter kassierten heuer erstmals zwei Niederlagen hintereinander.

Sturm feierte den ersten Auswärtserfolgs in der Bundesliga seit der vierten Runde (2:0 bei WAC) und liegt weiterhin auf Rang sechs. Die zweitplatzierte Admira verlor gegen die Grazer vier der letzten fünf Partien. Das erste Saisonduell hatte 1:1 geendet.

Bei Admira Wacker Mödling stand der zuletzt gesperrte Kapitän Christoph Schößwendter wieder in der Startformation. Zudem bekam Routinier Rene Schicker aufgrund der Verletzung von Lukas Grozurek vom Trainer-Duo Ernst Baumeister/Oliver Lederer Routinier wieder einmal von Beginn weg das Vertrauen. Sturm-Trainer Franco Foda setzte auf dieselbe Startelf, die zuletzt beim 2:0-Heimerfolg gegen Austria Wien aufgelaufen war. Beim Aufwärmen verletzte sich jedoch Tanju Kayhan am rechten Oberschenkel, für ihn verteidigte Marvin Potzmann auf der rechten Abwehrseite.

Partie mit wenigen Höhepunkten
Die Admira dominierte das höhepunktarme Anfangsgeschehen und war auch mehr in Ballbesitz. Der Gastgeber versuchte die Grazer früh in deren Hälfte zu Ballverlusten zu drängen um sodann schnell vors Tor zu kommen. Dies gelang nach drei Minuten, als Rene Schicker, der aufgrund von Lukas Grozureks Verletzung wieder einmal von Beginn weg spielte, an Sturm-Goalie Michael Esser scheiterte. Oder etwa in der 20. Minute, als Esser wiederum gut gegen Markus Lackner aus dem Tor kam.

Auf der Gegenseite versuchten die Grazer ebenfalls schnell nach vorne zu spielen, scheiterten jedoch an technischen Unzulänglichkeiten bei Ballannahme und beim Passspiel. Vor allem Andreas Gruber suchte auf der linken Seite meistens den komplizierten Weg und schlug seine Flanken zu ungenau. Ein harmloser Weitschuss von Roman Kienast zentral aufs Tor war eine symptomatische Szene in dieser Phase des Spiels (24.).

Insgesamt spielten aber beide Mannschaften zu ideenlos. Wenig überraschend führte eine der wenigen klaren Aktionen zur besten Chance der Grazer vor der Halbzeitpause: Wilson Kamavuaka spielte den schönen Pass in die Schnittstelle der Südstädter Abwehr auf Gruber, doch dieser scheiterte am wachen Admira-Goalie Jörg Siebenhandl (40.). Auf der Gegenseite bekam Sturm-Kapitän Michael Madl eine Freistoßflanke an den Kopf, wovon der Ball knapp am Tor vorbeikullerte (42.).

Kienast steht goldrichtig
Sturm kam verbessert aus der Kabine. In der 54. Minute eroberte Anel Hadzic mit einem harten Tackling gegen Daniel Toth den Ball und Gruber flankte in die Spitze auf Avdijaj. Der 19-Jährige - wieder einmal das Um und Auf im Grazer Angriff - legte vor dem herausstürmenden Siebenhandl noch auf Kienast ab, der den Ball nur noch ins leere Tor zu seinem ersten Saisontreffer einschieben musste.

Nach dem Treffer wurden die Hausherren notgedrungen mutiger. Belohnt wurde der Mut jedoch nicht, weil Sturm-Goalie Esser sich bei einer abgefälschen Bajrami-Flanke (69.) auszeichnete und die Sturm-Abwehr insgesamt konzentriert verteidigte. Auf der Gegenseite ergaben sich immer wieder schöne Kontersituationen für die Grazer. Gruber (74.) und der eingewechselte Sascha Horvath nach einem schönen Solo (92.) vergaben aber die vorzeitige Entscheidung.

Admira Wacker Mödling - Sturm Graz 0:1 (0:0)
Maria Enzersdorf, BSFZ-Arena, 3.345, SR Schüttengruber.
Tor: 0:1 (54.) Kienast
Admira: Siebenhandl - Ebner, Schößwendter, Wostry, Zwierschitz - Lackner, D. Toth - Sax (63. Blutsch), Schicker (88. Zulj), Bajrami (75. Spiridonovic) - Starkl
Sturm: Esser - Potzmann, Madl, Spendlhofer, Klem - Kamavuaka, Hadzic - Schick (82. Dobras), Avdijaj (64. Horvath), Gruber - Kienast (90. Tadic)
Gelbe Karten: Schicker, Lackner bzw. Schick, Avdijaj
Die Besten: Wostry, Schößwendter bzw. Esser, Avdijaj

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