Sa, 18. November 2017

Flüchtlinge

24.09.2015 19:24

Tausende frieren an der deutschen Grenze

Es wurde mehrfach gewarnt, dass der Ausnahmezustand mit den durch Salzburg reisenden Flüchtlingen trotz massivem Einsatz aller Kräfte bald nicht mehr bewältigbar ist. Täglich wird der Ansturm größer, immer mehr Menschen stauen sich in den "Nadelöhren" am Bahnhof und an der Grenze zu Freilassing. Mehr als 2.100 Flüchtlinge kamen alleine am Mittwoch an, etwa 1.500 konnten bis Donnerstagmittag weiter nach Bayern. Ein Sonderzug übernahm den Transport von 450 Menschen nach Deutschland. Der Rest ging zu Fuß zur Grenze.

Doch Bürgermeister Heinz Schaden zieht nun wegen des stetig wachsenden Rückstaus die Notbremse: "Das völlig überbelegte Notquartier in der Bahnhofsgarage wird ab sofort mit 800 Übernachtenden limitiert. Das geschieht aus sicherheitstechnischen und auch aus hygienischen Gründen. Mehr schafft die Garage nicht mehr." Der Rest der Flüchtlinge müsse auf kurz oder lang in der Halle übernachten, beziehungsweise in den Quartieren an der Straniakstraße oder in Liefering an der A1, die aber nicht angenommen werden. Zu groß ist die Angst, nicht über die Grenze zu kommen.

An der Grenzbrücke kommt es deshalb zu Spannungen, die Menschen harren bei 8 Grad in Decken aus, notdürftige Zelte wurden aufgestellt, unermüdliche Freiwillige und Einsatzorganisation helfen weiter aus. Frauen und Kinder werden von den Deutschen schneller durchgelassen. Ein Syrer und ein Afghane gerieten beim Kreisverkehr in der Münchner Bundesstraße wegen einer Drängelei in Streit. Dabei wurde der Syrer (18) angeblich durch ein Messer verletzt. Der Afghane sitzt in U-Haft.

Zeltlager Alpenstraße übersiedelt nach Riedenburg
Für das Zeltlager an der Alpenstraße wurde indessen eine Lösung gefunden: Landeschef Wilfried Haslauer und Schaden einigten sich, dass die 250 Asylwerber in der Riedenburg-Sporthalle unterkommen. Dort sind sie vor dem Wetter geschützt. Schaden: "Der Bund muss handeln, wir tun was wir können, aber irgendwann ist genug."

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