Di, 21. November 2017

Jetzt mit Faymann

24.09.2015 12:43

Piratenpartei weitet Werbung auf Pornoseiten aus

Mit einem Werbebanner auf YouPorn, auf dem über dem Schriftzug "Johanna möchte dir zuschauen" das Gesicht von Innenministerin Johanna Mikl-Leitner prangt, hat die Piratenpartei im Vorfeld der oberösterreichischen Landtagswahl für Aufruhr gesorgt. Doch offenbar war das nur der Anfang. Nun will man auch mit anderen Politikern, etwa Bundeskanzler Faymann, auf Pornoseiten werben.

Die Piratenpartei weitet ihre Kampagne mit Politikersujets auf Porno-Webseiten aus und wirbt mit Bildern von Bundeskanzler Faymann gegen das Staatsschutzgesetz, teilte sie am Donnerstag mit. Faymann wird dabei der Satz "Ich kann nicht, wenn Johanna zuschaut" in den Mund gelegt.

Zuvor hatten die Piraten schon ein Foto von Innenministerin Johanna Mikl-Leitner geschaltet. Die Aufforderung zur Unterlassung ignorierten sie nach eigenen Angaben, die Werbeanzeige zirkuliert also weiterhin auf Portalen wie YouPorn.

Crowdfunding für mehr Porno-Reklame
Tatsächlich scheinen die Piraten ihre Werbekampagne gegen das geplante Staatsschutzgesetz mit Politikergesichtern auf Pornoseiten sogar noch größer anlegen zu wollen. Auf ihrer Website hat die Piratenpartei eigens eine Spendenaktion gestartet, mit der Anhänger und Sympathisanten weitere Inserate auf YouPorn und anderen Sexseiten finanzieren können.

Bislang verfehlt die Aktion ihre Wirkung nicht. Die erste Welle an Banner-Einschaltungen auf YouPorn kostete offenbar keine 20 Euro, machte die Piratenpartei Oberösterreich aber weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt und brachte auch die Bundespartei ins Gespräch. In diesem Tweet feiern die Piraten ihre polarisierende Werbeaktion:

Sinn der Werbung auf YouPorn ist, die Bevölkerung für Überwachung zu sensibilisieren. Wer auf die Werbung klickt, landet bei einer Internet-Kampagne der Linzer Piratenpartei-Landesgruppe. Dort wird vor dem "Orwellschen Überwachungsstaat", dem geplanten Staatsschutzgesetz der Regierung und der Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung gewarnt.

Die Innenministerin sei als erste Werbeträgerin gewählt worden, "weil sie eine treibende Kraft hinter der immer mehr ausufernden Überwachung in Österreich ist", argumentierten die Piraten in einer Aussendung.

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