Sa, 18. November 2017

„Diego-San“

24.09.2015 10:14

Bizarres Robo-Baby grinst für die Wissenschaft

Forscher der University of California in San Diego haben ein bizarres Robo-Baby verwendet, um die Wirkung von Kleinkindern auf ihre Mütter zu erforschen. Dabei wurden Frauen sowohl mit echten Babys, als auch dem Roboter "Diego-San" konfrontiert, die Reaktionen wurden statistisch ausgewertet. Das Ergebnis: Babys grinsen in erster Linie, um selbst angelächelt zu werden - und es funktioniert.

Im ersten Versuchsstadium beobachteten die Forscher 13 Mütter mit ihren Kindern. Wie das Technikmagazin "IEEE Spectrum" berichtet, protokollierten die Wissenschaftler dabei, wie oft das Kind lächelte, wie oft die Mutter lächelte - und wie oft beide lächelten.

Die Auswertung der Protokolle ergab: Während Mütter oftmals versuchten, die Zeit, in der sowohl sie als auch ihr Baby lächelten, zu maximieren, lächelten ihre Babys vielfach nur, um selbst von der Mutter angelächelt zu werden.

"Diego-San" wurde auf Babyverhalten programmiert
Die Ergebnisse des ersten Versuchs wurden in das Robo-Baby einprogrammiert, damit dieses sich ähnlich verhielt wie echte Kleinkinder. Anschließend wurden 32 Probandinnen mit dem Robo-Baby konfrontiert, während die Forscher ihre Reaktionen protokollierten.

Das Ergebnis: "Diego-San" verursachte bei den Probandinnen ähnliche Reaktionen wie echte Kinder und hatte stärkeren Einfluss auf die Mimik der Frauen als andere Einflussfaktoren. Babys, so das Fazit der Wissenschaftler, nutzen also ziemlich ausgeklügelte Verhaltensweisen, um das Ziel zu erreichen, angelächelt zu werden.

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