So, 17. Dezember 2017

Fund bei Fotosafari

23.09.2015 11:45

Niederländer lichtet absolut rare Echsen-Art ab

Im Zuge einer Fotosafari in Kenia ist dem niederländischen Fotografen Sjoerd van Berge Henegouwen eine seltene Aufnahme gelungen. Ein Tier, das er ursprünglich für eine Schlange hielt, stellte sich nachträglich als absolut rare Glattechsen-Art heraus, von der es in lebendem Zustand kaum Fotos gibt.

Van Berge Henegouwen war im November 2012 in der Masai Mara, einem rund 1500 Quadratkilometer großen Naturschutzgebiet in Kenia, das sich nördlich direkt an den Serengeti-Nationalpark anschließt, unterwegs, als ein Ranger ihn auf die vermeintliche Schlange am Straßenrand hinwies. Der Niederländer schoss daraufhin einige Fotos des rund 50 Zentimeter langen Tieres, bevor dieses wieder im hohen Gras verschwand.

Wieder zuhause entdeckt er bei genauer Betrachtung seiner Aufnahmen, dass das Reptil vier kleine Gliedmaßen besaß. Um herauszufinden, um was es sich bei dem Tier genau handelt, stellte der 48-jährige Fotograf seine Bilder im Sommer dieses Jahres auf seiner Facebook-Seite online und erhielt umgehend zahlreichen Anfragen von Experten aus aller Welt, berichtete kürzlich die englische Tageszeitung "Daily Mail".

"Kenne sonst nur Aufnahmen von toten Tieren"
Einer von ihnen, der Leiter des Umweltschutz-Informationszentrums Lindenhof in Bayreuth, Phillipp Wagner, identifizierte das Tier als Glattechse (auch Skinke genannt) namens Western Serpentiform Skink (Eumecia anchietae). "Das ist das erste Bild, das einen lebenden Western Serpentiform Skink zeigt. Ich kenne sonst nur Aufnahmen von toten Tieren", zeigte sich der deutsche Wissenschaftler begeistert. "Wir wissen nicht, wie selten die Art ist, weil sie so schwer zu finden ist", wird Wagner in der "Daily Mail" zitiert.

Echse ähnelt im Aussehen Urahn der Schlange
Skinke bewegen sich wie Schlangen mit Wellenbewegungen vorwärts. Die von Van Berge Henegouwen abgelichtete Art lebt im Grasland von Tansania, Sambia und Kenia, ernährt sich von Insekten und Spinnen und ist für Menschen völlig ungefährlich. Wegen der kurzen Beinchen erinnert das Tier frappant an einen Schlangen-Urahn (Bild oben), dessen Fossil aus der Kreidezeit britische Forscher erst kürzlich entdeckt haben.

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