So, 17. Dezember 2017

"Unglaublich!"

22.09.2015 08:33

Vettel im ersten Jahr besser als Schumacher

Schon bei der Pressekonferenz nach seinem Triumph in Singapur hatte Sebastian Vettel verraten: "Vielleicht hab' ich jetzt schon einen Kleinen sitzen, weil ich so viel Champagner getrunken habe. Meine Trinkflasche hat nur bis zur Hälfte des Rennens funktioniert." Egal, die gesamte Ferrari-Crew ließ es danach bis in die Morgenstunden krachen. Mit gutem Grund: Mit seinem Sieg in Singapur überflügelte in einer Bilanz sogar Rekord-Weltmeister Michael Schumacher.

Immer wieder hörte Sebastian Vettel das Wort "Campeone", das ihm als Erster Teamchef Maurizio Arrivabene bei der Zieldurchfahrt auf dem Marina Bay Circuit via Boxenfunk ins Ohr gebrüllt hatte: drei Siege, zehn Podestplätze. Vettel ist bei Ferrari angekommen. Und wie. Im Vergleich zu Michael Schumacher, auch wenn ihn Super-Seb gar nicht hören mag, schon besser als der Rekord-Weltmeister im ersten Ferrari-Jahr (drei Siege, sieben Podestplätze). "Trotzdem", sagt Arrivabene, "für die Tifosi ist in erster Linie das Team, die Scuderia, der Star. Aber natürlich haben es Fahrer wie Michael oder auch Kimi, der ja unser letzter Weltmeister ist, in die Herzen der Fans geschafft. Und: So wie Seb fährt, wird er auch im Handumdrehen ihr Held sein."

"Unvergleichlicher Spirit"
Im Moment befindet sich Vettel jedenfalls im Rennfahrer-Himmel. "Ich fahre in einem großartigen Team, in dem der Spirit unvergleichlich ist", strahlt der Deutsche, der die WM noch nicht abgeschrieben hat: "Mercedes hat ein starkes Auto, sie werden auch in Japan wieder vorne dabei sein, aber: Wenn wir noch so ein paar Wochenenden wie in Singapur haben, können wir es schaffen."

Ob Vettel, der in 151 Rennen 42 Siege einfuhr, sich damit auch von Ayrton Senna (41) absetzte, auch die Rekord-Marken von Schumacher (91) und Alain Prost (51) im Visier hat? "Prost ist vielleicht in der Nähe, aber ich bin ja mit 28 auch nicht mehr der Jüngste", schmunzelt Vettel und wird wieder ernst: "An Michaels Rekorde zu denken, ist einfach nur lächerlich. Das ist ganz weit weg. Wenn du 23 Kurven in Singapur hast, sehe ich mich in Kurve eins, Michael in Kurve 23. "

Lauda: "Unglaubliche Leistung"
Höchste Anerkennung erhielt Sebastian Vettel, mit 203 Punkten in der WM-Wertung auf Platz drei hinter Lewis Hamilton (252) und Nico Rosberg (211), nach der Nachtgala von Singapur auch von Österreichs dreifachem Weltmeister und Vorstandsvorsitzenden von Mercedes, Niki Lauda: "Das war eine unglaubliche Leistung von Sebastian!"

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