Fr, 15. Dezember 2017

Steirische Grenze

20.09.2015 21:57

Flüchtlinge sind nicht zu stoppen

Das EU-Gesetz, wonach nur Flüchtlinge mit gültigem Sichtvermerk einreisen dürfen, lässt sich nicht exekutieren. Auch am Sonntag drängten in Sentilj und Gornja Radgona insgesamt an die 500 Schutzsuchende über die steirische Grenze. 100 Personen, die im Raum Fürstenfeld aufgegriffen wurden, befinden sich nun in Wien.

100 Flüchtlinge verbrachten die verregnete Nacht in Sentilj auf dem Asphaltboden nahe der österreichischen Grenze. Es schien so, als würden sie brav auf die Einreise warten, doch es war die Erschöpfung, die Frauen, Männer und Kinder zu einer Schlafpause zwang. Am Sonntag marschierte die Gruppe in die Steiermark – an den Polizisten vorbei.

"Normalerweise dürften wir nur Personen mit einem Sichtvermerk ins Land lassen und müssten die anderen nach Slowenien zurückschieben", betont ein Uniformierter, "aber das ist angesichts der Anzahl unmöglich, also begleiten wir die Menschen." Die Schutzsuchenden wurden im Lager Spielfeld einquartiert, vom Roten Kreuz, aber auch von Privatpersonen, die angereist waren, mit Wasser, Essen und Kleidung versorgt.

Notquartie nicht voll belegt
400 Flüchtlinge drängten von Gornja Radgona in die Steiermark, weitere 100 wurden im Raum Fürstenfeld aufgegriffen und am Sonntag mit dem Zug nach Wien gebracht.

Die Halle in Graz-Webling – etliche Flüchtlinge kamen mit dem Taxi – war am Sonntagabend mit 700 Personen zur Hälfte belegt, die Bellaflora-Halle in Feldkirchen dagegen ziemlich voll.

Ein Hilferuf kam aus der mit 650 Menschen fast ausgelasteten Schwarzl-Halle. Der Samariterbund ersucht um Spenden! Gebraucht werden Babypflegeartikel (keine Feuchttücher), stilles Mineralwasser, Joghurt, Bananen, Rucksäcke, Reisetaschen, Regenjacken, Turnschuhe und Krücken.

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