Mo, 18. Dezember 2017

Terrorverdacht

20.09.2015 12:54

Deutschland: BKA ermittelt gegen Syrien-Flüchtling

Das deutsche Bundeskriminalamt (BKA) ermittelt einem Zeitungsbericht zufolge gegen einen terrorverdächtigen Asylwerber aus Syrien. Der in einer Unterkunft in Brandenburg lebende Mann soll vor einigen Wochen Mitbewohnern über seine Zeit als Kämpfer für die Terrormiliz Islamischer Staat erzählt haben.

In dem von anderen Flüchtlingen heimlich per Mobiltelefon gefilmten Gespräch habe der Syrer auch gesagt, dass er für den IS getötet habe. Die Aufnahmen seien der Auslöser für ein Ermittlungsverfahren des BKA im Auftrag der Bundesanwaltschaft gewesen, berichtete die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf Sicherheitskreise.

BKA: Keine systematische Einschleusung
Anhaltspunkte für eine systematische Einschleusung von Terroristen im aktuellen Flüchtlingsstrom sieht das BKA nach Informationen der "Welt am Sonntag" nicht. In den vergangenen Monaten sei die Behörde jedoch mehreren Hinweisen nachgegangen, wonach radikale Islamisten als Flüchtlinge nach Deutschland gelangt sein könnten.

Unter anderem seien Fotoaufnahmen angeblicher IS-Terroristen in Syrien und im Irak geprüft worden, die sich nun als Asylwerber in Deutschland aufhalten sollen. Die Aufnahmen, die vor allem über soziale Netzwerke verbreitet wurden, stellten sich bisher als bewusste Fälschungen, Verunglimpfungen oder Verwechslungen heraus.

Keine Hinweise auf IS-Kämpfer unter Asylwerbern
Der Bundesnachrichtendienst hatte Mitte der Woche auf Anfrage der deutschen Nachrichtenagentur dpa erklärt, nach wie vor keine konkreten Hinweise darauf zu haben, dass IS-Kämpfer unter den in jüngster Zeit nach Deutschland gekommenen Flüchtlingen sind.

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