Do, 14. Dezember 2017

Flüchtlingswelle

19.09.2015 20:00

Verstärkung ist unterwegs nach Kärnten

Polizei-Einsatzeinheiten aus den Bundesländern sind unterwegs, neue Notquartiere werden eingerichtet: Für die zweite Flüchtlingswelle über Slowenien rüstet der Süden massiv auf. Während Polizei und Heer die Grenzüberwachung verstärken, wurden für Samstag wieder Flüchtlinge aus dem Osten von Österreich erwartet.

Die ersten Flüchtlinge haben Slowenien erreicht, und sie werden schon bald an den Grenzübergängen in der Steiermark und in Kärnten erwartet. Die Vorbereitungen für das Eintreffen der Migranten wurden intensiviert: Neben den Kontrollen an den Übergängen Loibl- und Karawankentunnel wurden Beobachtungsposten an weiteren Pässen eingerichtet. Da Experten mit der Ankunft vieler Flüchtlinge mit dem Zug in Villach rechnen, beurteilt ein "Spähtrupp" die Bewegungen in Jesenice. 200 Soldaten stehen derzeit im Einsatz.

Zur Verstärkung hat die Polizei Einsatzeinheiten aus den Bundesländern angefordert. Zwei Züge mit um die 60 Beamten sind unterwegs, um im Krisenfall zu helfen.

Unterdessen schafft das Innenministerium weitere Notquartiere in Kärnten. Neben den 2000 Betten in den Hallen in Klagenfurt und Villach wurden neue Objekte in den Bezirken vorbereitet, die im Bedarfsfall sofort verwendet werden können. "Quartiere für 3000 Menschen stehen bereit", bestätigt Polizei-Sprecher Rainer Dionisio. Weitere Unterkünfte sind geplant, Zelte für 1000 Menschen sollten erst nach Kärnten und dann ins Burgenland gebracht werden, wo Tausende Flüchtlinge über die Grenze gekommen waren.

Am Grenzübergang Karawankentunnel wurde zusätzlich das Asfinag-Gebäude angemietet, um im Notfall schnell reagieren zu können. Im Land Kärnten wurde indessen das Konzept für den Weitertransport ankommender Migranten ausgeweitet. Die meisten sind ja auf der Durchreise: 3000 Flüchtlinge können pro Tag mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu bestimmten Zielen gebracht werden, ohne Fahrpläne für Schüler und Pendler zu beeinträchtigen. Die Vorlaufzeiten betragen bei Bussen drei Stunden, bei Zügen sind es zwölf. Hinzu kommen die Kapazitäten durch Bundesheer-, Polizeifahrzeuge und Autos privater Transportunternehmen.

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