Mi, 13. Dezember 2017

Ein Tor, ein Assist

18.09.2015 10:52

Oldie but Goldie: Matchwinner Steffen Hofmann

Der Zahn der Zeit scheint an Steffen Hofmann etwas langsamer als an anderen 35-jährigen-Profis zu nagen. Beim 2:1-Heimsieg über Villarreal zum Auftakt der Europa-League-Gruppenphase zeigte sich der Mittelfeldspieler phasenweise spielfreudig wie in besten Tagen und avancierte mit einem Tor und einem Assist zum Matchwinner für die Hütteldorfer.

Sein Erfolgsrezept hatte Hofmann schnell erklärt: "Laufen, laufen, laufen - und wenn es nicht mehr geht, einfach weiterlaufen." Der Kapitän leitete den Ausgleich durch Stefan Schwab ein und war auch an der Entstehung des Elfmeters beteiligt, den der Deutsche souverän zum Siegestreffer verwandelte.

Danach gab es Lob von Trainer und Mitspielern. "Er hilft der Mannschaft in unruhigen Phasen weiter und bringt Struktur ins Spiel. Er muss aber auch bei 100 Prozent sein, um so eine Leistung abzurufen", erklärte Coach Zoran Barisic.

Derzeit passt die körperliche Verfassung des Regisseurs, wie auch Florian Kainz beeindruckt feststellte. "Steffen ist super drauf. Er ist wichtig für die ganze Mannschaft und Vorbild für uns alle."

"Bin unheimlich stolz Kapitän dieser Mannschaft zu sein"
Hofmann selbst bat das gesamte Team vor den Vorhang. "Wir haben das überragend gemacht. Ich bin unheimlich stolz auf die Mannschaft und darauf, ihr Kapitän zu sein", betonte der Rapid-Veteran, der mit nunmehr 19 Treffern alleiniger Rapid-Rekordschütze im Europacup vor Hans Krankl (18) ist. Inklusive UI-Cup brachte es Hofmann schon auf 23 Tore für Grün-Weiß auf internationaler Ebene.

Den Sieg über Villarreal wertete der Deutsche als eines von vielen Europacup-Highlights im Dress der Hütteldorfer. Dennoch wies Hofmann auch darauf hin, dass auf eine internationale Sternstunde - das 3:0 gegen den damaligen deutschen Tabellenführer Hamburger SV vor sechs Jahren - ein Absturz folgte. "Da haben auch schon alle vom Aufstieg gesprochen." In den fünf Partien danach holte Rapid aber nur noch zwei Punkte und wurde Gruppenletzter.

Euphoriebremse
Angesichts dieser Erfahrung warnte Hofmann vor verfrühter Euphorie. "Wir haben ein Spiel gewonnen, wir haben noch nichts erreicht." Die Stimmung nach der Niederlage in Altach ist dem 35-Jährigen noch allzu gut in Erinnerung. "Da waren wir die größten Idioten der Nation, und jetzt sind wir wieder super."

Mit dem Selbstvertrauen aus dem Sieg gegen Villarreal stehen die Chancen laut Hofmann gut, nach zuletzt zwei Liga-Niederlagen in Folge wieder zu gewinnen. "Vielleicht war das Ausscheiden gegen Schachtar Donezk ein kleiner Knackpunkt, aber mit dem Match gegen Villarreal haben wir wieder in die Spur zurückgefunden", sagte Hofmann vor dem Heimspiel am Sonntag gegen Tabellenführer Admira.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden