So, 17. Dezember 2017

Flüchtlingsstrom

18.09.2015 09:20

Brenner: Polizei in Warteposition

Im Osten und Süden Österreichs wurden die Grenzen aufgrund des Flüchtlingsansturms teils dicht gemacht – in Tirol sieht das Innenministerium dafür keine Notwendigkeit. Noch nicht! Da sich die Fluchtroute wegen des strengen Vorgehens Ungarns änderte, könnte am Brenner bald kontrolliert werden. Die Polizei rüstet sich!

Knapp 6000 Illegale wurden heuer bereits in Tirol ertappt – der Großteil davon auf der Brennerroute. Anscheinend immer noch zu wenig für die Wiedereinführung von Grenzkontrollen. Dabei handelt es sich bei den 6000 Aufgegriffenen – und das weiß wohl jeder, auch die zuständigen Politiker – nur um einen kleinen Teil. Stichwort: Schengen. Lückenlose Kontrollen sind schlicht nicht erlaubt. So waren es gewiss Tausende, die Tirol unerlaubt in Richtung Norden durchquerten.

"Noch gibt es keine Auswirkungen auf Tirol"

Aufgrund des strengen Vorgehens Ungarns in der Flüchtlingsthematik (Errichtung Grenzzaun, etc.) und der damit einhergehenden Änderung der Fluchtrouten könnten es schon sehr bald noch mehr werden. "Noch gibt es keine Auswirkungen auf Tirol. Wir beobachten die Entwicklung aber genau", erklärt Landesamtsdirektor-Stv. Dietmar Schennach. In dieselbe Kerbe schlägt Landespolizeidirektor Helmut Tomac: "Derzeit stehen am Brenner keine Grenzkontrollen im Raum. Das heißt aber nicht, dass sich das nicht schnell ändern kann. Wir bereiten uns auf Kontrollen vor, damit diese im Fall des Falles in einer angemessenen Zeit hochgefahren werden können." Laut dem Polizeichef brauche es im Ernstfall rund einen Tag Vorlaufzeit.

In Kufstein wurde Donnerstag mit dem Aufbau von zwei 600 und 800 Quadratmeter großen Zelten für die Unterbringung von Flüchtlingen begonnen. Diese sind ab Freitag bezugsfertig und bieten für 500 Personen Platz.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden