Mi, 18. Oktober 2017

Einkommensbericht

17.09.2015 21:01

Bei Löhnen schaut es in Salzburg sehr mager aus

Alle zwei Jahre erhebt der Rechnungshof die Gehälter der Bevölkerung, der Bericht wurde nun im Land besprochen. In Salzburg liegt das durchschnittliche Bruttojahreseinkommen unter 7 Prozent des Bruttojahreseinkommens in Österreich.

Damit liegt Salzburg im Österreich-Ranking bereits an vorletzter Stelle: "Das Durchschnittseinkommen in Salzburg liegt bei 24.653 Euro im Jahr. Lediglich in Tirol verdienen die Menschen mit einem Jahreseinkommen von 23.791 Euro noch weniger. Im österreichweiten Durchschnitt kommen die Menschen auf ein Bruttojahreseinkommen von 27.674 Euro", berichtet der FPS-Landtagsabgeordnete Markus Steiner nach der Ausschusssitzung.

Und weiter: "Die geringen Einkommen belasten vor allem junge Menschen. Darüber hinaus sind viele - trotz Beschäftigung - dadurch von der Unterstützung des Staates abhängig. Dabei sind in dieser Statistik nicht einmal die Lehrlingseinkommen berücksichtigt, sonst würden die Zahlen noch geringer ausfallen." Gleichzeitig steigen auch die Lebenskosten immer weiter, für einen großen Teil der Salzburger Bevölkerung ist die Belastung kaum mehr zu bewältigen. Oft müssen beide Partner trotz Kind arbeiten oder es wird ein zweiter Job angenommen, um letztendlich über die Runden zu kommen.

Die Frauen verdienen meist viel weniger
Die FPS fordert nun einen Mindestlohn von 1700 Euro und eine "tatsächliche Steuerreform und keine Scheinentlastung wie die bevorstehende Steuerreform". Dazu kommt: In Salzburg verdienen die Frauen 59 Prozent des Männermedians, der Bundesländerdurchschnitt beträgt 60 Prozent. Schuld daran ist, dass viele Frauen nur in Teilzeit arbeiten können und so vor allem im Handel die Einkommensquote drücken. Die SPÖ forderte daher, dass bei Auftragsvergaben und Wirtschaftsförderungen Betriebe mit Frauenfördermaßnahmen bevorzugt werden. Der Antrag wurde gegen die FPS beschlossen. Das Land startete zwar eine Wirtschaftsoffensive, die getätigten Investitionen werden sich aber erst später bemerkbar machen.

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