Mo, 18. Dezember 2017

Hochstapler:

17.09.2015 16:48

Ein Luxusleben am Wörthersee ergaunert

Die Millionen fliegen nur so durch den Gerichtssaal, wenn der Schweizer über seinen Beruf erzählt. Eigentlich sei er Kunsthändler. Eigentlich wollte er einen Picasso verkaufen. Eigentlich. Aber leider, leider wurde nichts draus – und so häufte er samt Anhang am Wörthersee Riesenschulden an. Betrug sagt der Richter dazu.

Da eine Hotelrechnung um 17.000 Euro in Velden, dort 12.000 – und nebenbei blieb ein Makler auch noch auf einer Luxusvilla mit Seeblick sitzen, weil der 41-jährige Schweizer halt doch kein so vermögender Kunde war. "Er hat uns wirklich überzeugt", beteuern alle Opfer des Hochstaplers: "Er konnte gut reden, hatte ein stilvolles Auftreten." Vor Gericht merkt man davon nicht viel. Da sitzt der Familienvater, dessen Frau und Kinder samt Hund wieder in die Schweiz zurückgekehrt sind, in kurzen Hosen und ohne Socken, und so ganz nimmt man es ihm nicht ab, wenn er von heiklen Kunstdeals in der Sammleroberliga erzählt: "Gespräche werden nur auf abhörsicheren Leitungen geführt – ich stand vor dem Verkauf eines Picasso." Mit der Provision hätte er sich Suiten und Champagner leisten können – so aber wurde eine Verurteilung wegen Betrug daraus: 18 Monate teilbedingt.

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