Mo, 11. Dezember 2017

Gegen Gipsattrappen

23.09.2015 08:05

Ehrenamtliche Tierschützer tauschen Tauben-Eier

Stadttauben haben nicht den besten Ruf. Zu Unrecht, wie Tierschützer sagen. Sie kümmern sich in immer mehr Städten um Taubenschläge, die als besonders wirkungsvolle Methode gelten, den Taubenbestand zu regulieren. Eine der wichtigsten Aufgaben der ehrenamtlichen Helfer: Sie tauschen Tauben- gegen Gipseier aus.

Mit Taubenschlägen werden den Vögeln saubere Nistgelegenheiten angeboten, die von den Eiertauschern betreut werden. So können die Tauben nicht nur mit artgerechtem Futter und frischem Wasser versorgt werden, sondern gleichzeitig deren Eier ausgetauscht werden. Die Imitate aus Plastik oder Gips sind genauso groß und schwer wie die Original-Eier, sodass sie von den Tauben weiterhin bebrütet werden. Stadttauben ziehen ihren Nachwuchs bereits ab einem Alter von sechs Monaten auf und können mehrmals im Jahr brüten.

Tierfreundlich und effektiv
Die Entnahme der Eier gilt als besonders tierfreundliche und effektive Methode, den Taubenbestand zu kontrollieren. Fütterungsverbote, Bejagung oder Gifteinsätze haben sich in der Vergangenheit als weniger geeignet erwiesen, da sich die Taubenbestände schnell wieder erholt haben. Die von den Freiwilligen entnommenen Taubeneier werden oft als Futter an Tierheime und Zoos weitergegeben.

Ehrenamtliche Helfer im Taubenmanagement
Städte, die im Rahmen eines Tauben-Managements die Einrichtung von Taubenschlägen beschließen, übernehmen in der Regel nur die Kosten für Material und Futter. Für die Kontrolle der Schläge, die Versorgung und den Tausch der Tauben-Eier sind ehrenamtliche Helfer daher unverzichtbar.

Vorreiter-Städte in den Nachbarländern
Zu den Vorreitern der Taubenregulierung zählt die Stadt Basel in der Schweiz. Hier wurden ab Ende der 1980er Jahre die ersten Taubenschläge eingerichtet und wissenschaftlich begleitet. Parallel dazu wurde die Bevölkerung über die negativen Folgen der Taubenfütterung aufgeklärt. In Deutschland sind zum Beispiel Aachen und Augsburg seit den 1990er Jahren im Tauben-Management besonders aktiv. In beiden Städten werden mehrere Taubenschläge von Freiwilligen betreut. Die dort entwickelten Konzepte wurden von zahlreichen Kommunen übernommen.

Informationen finden Sie unter www.VoluNation.com.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).