Fr, 15. Dezember 2017

Flüchtling mit Job

16.09.2015 22:17

Nach Tritt-Attacke nun neues Leben in Spanien

Glückliches Ende einer traurigen Flucht: Ein syrischer Flüchtling, dem eine TV-Reporterin an der ungarischen Grenze vor laufenden Kameras ein Bein gestellt hatte, als er mit seinem kleinen Sohn auf dem Arm von der Polizei weglief, bekommt in Spanien einen Job und damit die Chance auf ein neues Leben. Man werde den Mann einstellen, teilte das Nationale Fußballtrainer-Ausbildungszentrum Cenafe am Mittwoch mit.

Der Syrer kam am späten Mittwochabend in Spanien an und soll in Getafe bei Madrid so schnell wie möglich die Arbeit aufnehmen, hieß es. Der Syrer war in seiner Heimat Trainer des erfolgreichen Erstliga-Vereins Fotuwa. Er war mit seinem sieben Jahre alten Sohn aus Syrien geflohen und auf dem Weg nach Deutschland.

Man habe den Mann mit der Hilfe eines in Spanien lebenden Arabers in München kontaktiert, sagte Cenafe-Präsident Miguel Ángel Galán. Man wolle auch die Ehefrau und die zwei Söhne des Mannes in Spanien aufnehmen, so Galán zur Sportzeitung "As". "Ich werde für alles aufkommen, und die Gemeindeverwaltung von Getafe hat bereits Hilfe zugesichert."

In München traf der Syrer seinen ältesten Sohn, einen seit Monaten in Deutschland lebenden 18-Jährigen, nach langer Zeit wieder. In einem Interview mit der Zeitung "El Mundo" sagte der Flüchtling, sein jüngerer Sohn habe nach der Tritt-Attacke, die beide zu Fall gebracht hatte, "zwei Stunden lang geheult". Es sei ein "harter Tritt" gewesen. Die Flucht mit Said sei allgemein sehr gefährlich gewesen, "wir hätten ohne Weiteres sterben können".

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