Mo, 11. Dezember 2017

Schwarzl-Zentrum

16.09.2015 17:35

Freiwillige Helfer am Ende der Kräfte

"Wir sind zu 100 Prozent ausgelastet!", so die Rückmeldungen aus der Schwarzl-Halle in Unterpremstätten. 1000 Flüchtlinge finden hier Platz, nehmen ihn dankend an. Die freiwilligen Helfer sind am Ende ihrer Kräfte und brauchen dringend Unterstützung. Die "Steirerkrone" war zum Lokalaugenschein vor Ort.

"Wir brauchen dringend freiwillige Helfer, egal wie lange sie Zeit haben, auch wenn’s nur ein paar Stunden sind!", ruft Wolfgang Krenn, Bundeseinsatzleiter des Samariterbundes, auf. Weil es am Mittwoch zu wenige waren, musste die Entgegennahme von Sachspenden eine Weile eingestellt werden, obwohl jede einzelne gebraucht wird.

Zu tun gibt es genug: Ob mit den Kindern spielen, Sachspenden sortieren, Kleidung und Essen ausgeben oder einfach nur zum Reden da zu sein – alles ist erwünscht! Willige kommen einfach zum Info-Point beim Zelteingang und lassen sich registrieren. Im Zelt ruhen sich die erschöpften Menschen aus. Viele von ihnen sind von den Strapazen gezeichnet, können kaum noch gehen, manche Kinder haben nicht einmal Schuhe an. Doch ist die Halle für die meisten nur eine Zwischenstation zum erträumten Ziel Deutschland. Sie glauben, dort werde alles wieder gut.

Einige gingen auf die Autobahn
Einige machen sich voller Hoffnung wieder auf die geschundenen Beine, wollen zu Fuß Richtung Bahnhof Graz und landen plötzlich auf der gefährlichen Autobahn! Ein Pkw-Fahrer aus Graz hat Mitleid mit zwei Flüchtlingen, hält an und lässt sie einsteigen. Sie danken es ihm mit einem strahlenden Lächeln.

Situationen, die die Polizei vermeiden möchte: "Wir wollen die Flüchtlinge mit Bussen und Zügen kontrolliert durch unser Land geleiten", sagt der stellvertretende Landespolizeikommandant Manfred Komericky. Auf der Achse Spielfeld-Leibnitz-Graz sind dringend weitere Notquartiere gesucht, intensive Gespräche sind im Laufen.

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