Mo, 11. Dezember 2017

Elternprotest

16.09.2015 17:24

Lehrerin wollte mit Schülern "Flüchtlinge schauen"

Für Riesenwirbel sorgte ein geplanter Ausflug der Volksschule Herbststraße im 16. Bezirk. Eine "übereifrige" Klassenlehrerin wollte mit 9- und 10-jährigen Kindern am Westbahnhof "Flüchtlinge schauen gehen". Massiver Elternprotest stoppte schließlich die Exkursion. Auch der Stadtschulrat ist entsetzt.

"Die Polizisten tragen Schutzmasken aus Angst vor Tuberkulose und anderen Krankheiten, und unsere Kinder sollten dort ungeschützt hin? Uns tun die Menschen ebenso leid, aber das darf nicht sein", sagt eine besorgte Mutter.

Sicherheitsbedenken haben auch den Stadtschulrat veranlasst, einzugreifen. "Diese Lehrerin engagiert sich sehr für Flüchtlinge. Sie hat es zwar gut gemeint, ist hier aber völlig übers Ziel hinausgeschossen", sagt Bezirksschulinspektorin Elisabeth Fuchs. Nach Rücksprache mit den Eltern sei der Ausflug untersagt worden. Konsequenzen hat die Betroffene keine zu befürchten. Allerdings werden nun alle Pflichtschulen schriftlich aufgeklärt, ähnliche Aktionen zu unterlassen. Der Stadtschulrat will einen "Schaulustigen-Tourismus" unbedingt verhindern.

"Das Asylthema soll natürlich im Unterricht behandelt werden - die Schüler haben ja Fragen - aber im Klassenzimmer", meint Fuchs. Ein Sprecher von Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl bekräftigt diese Position

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden