Do, 14. Dezember 2017

Europäische Rakete

16.09.2015 15:17

Österreich beteiligt sich am Bau von "Ariane 6"

Österreich beteiligt sich am Bau der neuen europäischen "Ariane 6"-Rakete, die ab 2020 zum Einsatz kommen soll. Dazu wurde die österreichische Beteiligung von bisher rund einer auf 26,2 Millionen Euro erhöht, gab Infrastrukturminister Alois Stöger (SPÖ) am Mittwoch bei einer Pressekonferenz mit dem neuen Generaldirektor der Europäischen Weltraumorganisation ESA, Johann-Dietrich Wörner, in Wien bekannt.

Die "Ariane 6"-Rakete wird in den nächsten fünf Jahren entwickelt und soll ab 2020 zum Einsatz kommen. Nach der "Ariane 5", die in den vergangenen zwölf Jahren 80 Mal in den Weltraum gestartet ist, wird sie das zentrale Trägersystem für die Europäische Raumfahrt bis zum Jahr 2050 sein. Airbus Defence & Space gab im August die Unterzeichnung eines Vertrags zwischen ESA und Airbus Safran Launchers mit einem Volumen von 2,4 Milliarden Euro über die Entwicklung von zwei Versionen der neuen Trägerrakete bekannt.

Wiener Firma an Produktion beteiligt
Nach Angaben Stögers zeigen Berechnungen, dass die österreichischen Investitionen "während der gesamten Einsatzdauer der "Ariane 6" bis zu einer halben Milliarde Euro an nachfolgenden Produktionsumsätzen für die heimische Wirtschaft generieren". Die Wiener Firma TTTech ist eines der ersten Unternehmen, das an der Entwicklung und künftigen Produktion der "Ariane 6" beteiligt ist. TTTech bietet sicherheitskritische Netzwerklösungen basierend auf zeitgesteuerter Technologie, auch die Steuerung der "Ariane 6" soll auf Systemen des Unternehmens aufbauen.

Der seit 1. Juli amtierende neue ESA-Chef Wörner betonte die gute Zusammenarbeit mit Österreich, das "eine tragende Rolle unter anderem durch herausragende Expertise in den Weltraumwissenschaften, den Satellitenanwendungen sowie als Entwickler von kritischen Technologien spielt". Stöger verwies auf die über 100 im Weltraumbereich aktiven Firmen und Organisationen in Österreich, die mit etwa 1.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 140 Millionen Euro erwirtschaften.

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