Mi, 13. Dezember 2017

Ex-Pionier

16.09.2015 10:29

Der neue Toyota Prius hat einen "Zackenarsch"

Ein Schönheitspreis war mit dem Toyota Prius noch nie zu gewinnen, doch das tat dem Erfolg des Hybridpioniers, den nicht nur Taxifahrer nutzen, sondern sogar Hollywoodstars gerne aus der Garage holen, nie einen Abbruch. Jetzt wurde in Frankfurt die neue Generation präsentiert, deren Design besonders "zackig" geraten ist. Eine Plug-in-Steckdose fehlt allerdings.

Insofern könnte man sagen, der Prius ist nicht Fisch, nicht Fleisch, hat aber einen "Zacken-Arsch", wenn man im Fisch-Bild bleiben will. Die Zeiten, da die Welt einfache Hybridautos haben wollte, sind vorbei, Plug-in-Hybride mit einigermaßen anständiger Elektro-Reichweite sind gefragt. Doch Toyota scheint sich zumindest vorläufig auf dem Pionierstatus auszuruhen, denn die Steckdosenversion lässt noch auf sich warten.

Mehr Fahrspaß statt Steckdose
Wichtigste Innovation beim neuen Prius ist die neue technische Plattform. TNGA kürzt Toyota die globale Architektur ab, auf der künftig zahlreiche Fahrzeuge der Marke basieren werden. Den Anfang macht – ganz wie es der aus dem Lateinischen abgeleitete Name vorgibt - der Prius. Neben geringerem Gewicht soll ein besseres Fahrgefühl zu den größten Vorzügen der neuen Plattform zählen. Der Antrieb sitzt tiefer, die Karosserie ist 60 Prozent steifer und der Fahrer rückt näher an die Straße. Als erstes Modell will der Prius so für die Renaissance des Fahrspaßes in der zuletzt arg biederen Toyota-Flotte sorgen.

Auch optisch geht der Prius neue Wege: Der extreme Fokus auf Aerodynamik weicht einer sportlicheren und zumindest etwas gefälligeren Gestaltung. Auffällig ist das vor allem am Heck, das nicht mehr so abrupt endet wie bei den Vorgängern, sondern sich mit seinem Dachspoiler stärker an die fließenden Formen des neuen Brennstoffzellenautos Mirai anlehnt, das allerdings auch stark polarisiert. Auch die Front ist von Toyotas Öko-Vorzeigemodell beeinflusst, ohne gleich derart extrem auszufallen. Dazu wird der Viertürer länger, breiter und flacher. Der Innenraum zeigt sich ebenfalls in neuem Stil, wirkt weniger überladen und futuristisch als bislang. Zentrales Element ist ein großer Touchscreen in der Mittelkonsole, der zahlreiche Bedienfunktionen bündelt. Klavierlack und weiche Oberflächen sorgen für gehobenes Ambiente.

Im Detail optimiert wurde der Antrieb. Noch immer arbeiten unter der Haube ein Benziner und ein starker Elektromotor zusammen, die den Normverbrauch gemeinsam deutlich unter die Vier-Liter-Marke drücken. Der per Bremsenergierückgewinnung erzeugte Strom wird erneut in einer Nickel-Metallhydrid-Batterie gespeichert, die den Prius auch für kurze rein elektrisch gefahrene Strecken mit Energie versorgt. Im künftigen Plug-in-Hybridmodell wird ein Lithium-Ionen-Akku für eine deutlich zweistellige Elektro-Reichweite sorgen.

Auf den Markt kommt die vierte Generation des Prius im Frühjahr 2016. Die Preise dürften wie gehabt bei rund 28.000 Euro starten. Wettbewerb hat der Toyota bei uns höchstens markenintern. Die deutsche Konkurrenz hat dem normalen Hybrid längst abgeschworen und setzt ausschließlich auf die Plug-in-Variante der Technik.

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